/YouTube: Kein 4K auf Apple TV 4K

YouTube: Kein 4K auf Apple TV 4K

YouTube: Kein 4K auf Apple TV 4K


Ben Schwan

YouTube-Logo.

(Bild: dpa, Jenny Tobien)

Die YouTube-App für tvOS dürfte zumindest auf absehbare Zeit auch auf dem Apple TV 4K keine Ultra-HD-Wiedergabe unterstützen. Google setzt auf einen anderen Codec als Apple.

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Apple bietet mit dem Apple TV 4K endlich Ultra-HD-Auflösung auf seiner Multimediabox an. Wer nun allerdings hoffte, auch YouTube in 4K genießen zu können, wird zunächst enttäuscht: Die von Google angebotene YouTube-App für tvOS, die sowieso nur unregelmäßig gepflegt wird, dürfte in absehbarer Zeit ohne Ultra-HD-Auflösung auskommen müssen.

VP9 gegen HEVC

Der Grund: Google nutzt zur 4K-Wiedergabe den freien Codec VP9, den der Internetkonzern selbst entwickelt hat. Apple TV 4K verwendet hingegen H.264 (AVC) beziehungsweise H.265 (HEVC) als Standardcodecs. Apple bietet einen Einsatz von VP9 auch in seinem Safari-Browser nicht an, weshalb sich weder auf iPhone und iPad noch auf dem Mac YouTube-4K-Videos in dieser Web-Software nutzen lassen. Auf dem Mac kann hier wenigstens z.B. zu Chrome als Alternative gewechselt werden.

Springen Entwickler ein?

Es ist unklar, ob Entwickler versuchen werden, VP9-kompatible Apps für tvOS, die YouTube-Videos wiedergeben können, zu programmieren. Apple könnte diese zurückweisen – alternativ könnte sich auch Google gegen solche Anwendungen aussprechen, wie unter iOS erst kürzlich bei ProTube geschehen. Ob Google selbst versucht, Apple den VP9-Codec schmackhaft zu machen, ist bislang noch nicht durchgesickert.

Netflix und Amazon Prime Video

YouTube bietet ein großes Angebot an 4K-Videos, die kostenlos angesehen werden können. Apple unterstützt die Auflösung für Filme aus seinem eigenen iTunes-Angebot. Aber auch der Streaming-Dienst Netflix wird seine tvOS-App entsprechend anpassen, hieß es. Auch Amazon Prime Video, das später in diesem Jahr für tvOS erwartet wird, soll mit 4K-Streifen kommen. Apple TV 4K unterstützt derzeit außerdem nicht Dolbys Atmos-Surround-Codec. Hier will Apple aber laut eigenen Angaben per Software-Update nachlegen – wann es kommt, ist jedoch bislang noch nicht mitgeteilt worden.


(bsc)