/Wofür setzt sich die CDU im Wahlkampf ein?

Wofür setzt sich die CDU im Wahlkampf ein?

Bei der Bundestagswahl 2017 am Sonntag, dem 24. September, treten 48 Parteien im Kampf um die Wählergunst an. Doch wer bei der Bevölkerung auf Stimmenfang gehen will, braucht Leitsätze und Forderungen, die auf die Gunst der Wähler treffen sollen. Auch die CDU macht da keine Ausnahme – ebenso wie die anderen Parteien bei der Bundestagswahl 2017 haben die Christdemokraten ihr Wahlprogramm vorgelegt.

CDU präsentierte ihr Wahlprogramm zur Bundestagswahl 2017 Anfang Juli

Als letzte der etablierten Parteien beschlossen die Unionsparteien CDU und CSU ihr Bundestagswahlprogramm am 3.7.2017. 76 Seiten umfasst das Positionspapier, dass den Christdemokraten bei der Bundestagswahl 2017 möglichst viele Wählerstimmen einbringen soll. Unter dem Motto “Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben” hat die CDU die Ziele formuliert, die die Partei gern durchgesetzt sähe.

Fokus auf Familie! CDU will Kindergeld erhöhen

Oberste Priorität genießen bei der CDU die Themen Arbeit und Familie, wobei letztere als “Fundament der Gesellschaft” im Wahlprogramm beschrieben wird. Selbst wenn es bei der CDU in vielen Punkten konservativ zur Sache geht, ist das traditionelle Familienbild mit Vater, Mutter, Kind nicht das einzige Modell, das CDU und CSU in ihrem Wahlprogramm akzeptieren. Um Familien jeglicher Couleur zu unterstützen, fordert die Union im Grundgesetz verankerte Kinderrechte, mehr Kindergeld und einen höheren Kinderfreibetrag.

CDU will Arbeitslosigkeit mit Vollbeschäftigung ersetzen

Auch in Sachen Arbeit haben sich CDU und CSU im Wahlkampf einiges vorgenommen. Die zu hohe Arbeitslosenquote ist der Union ein Dorn im Auge, weshalb die Parteien die Arbeitslosigkeit auf drei Prozent bis zum Jahr 2025 senken und eine flächendeckende Vollbeschäftigung gewährleisten wollen. Wenn es nach der CDU geht, soll der Mindestlohn unbürokratischer bewältigt werden und das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen anzugleichen. Ebenfalls im Wahlprogramm enthalten sind Forderungen zur vereinfachten Selbstständigkeit und einem Zuwanderungsgesetz für Fachkräfte aus dem Ausland. Der Ruf nach flexibleren Arbeitszeiten und der Erhalt von Arbeitsplätzen rundet den Wahlkampfpunkt Arbeit bei CDU und CSU ab.

Plant die CDU im Wahlkampf 2017 eine Rentenreform?

In Sachen Rente will die CDU in ihrem Wahlprogramm 2017 das Rad nicht neu erfinden – die bestehende Rentenregelung sei ohne Veränderungen tragfähig, verrät das Wahlprogramm der Christdemokraten. In puncto Krankenversicherung sieht die Union vor, dass gesetzliche und private Krankenversicherung weiter parallel bestehen, für eine Bürgerversicherung, wie sie die SPD, Linkspartei und die Grünen favorisiert, hat die Union nichts übrig. Wer sich in einem Heilberuf ausbilden lassen möchte, soll für die schulische Ausbildung der Union zufolge keine Gebühren zahlen müssen, zudem sollen Kinder erst ab einer Einkommensgrenze ab 100.000 Euro dazu verpflichtet werden können, für ihre pflegebedürftigen Eltern aufzukommen. Zudem liegt der Union die medizinische Versorgung in der Fläche am Herzen – das wollen CDU und CSU unter anderem damit gewährleisten, dass das Medizinstudium nur unter der Bereitschaft, auch auf dem Land als Arzt zu arbeiten, vergeben werden soll.

Beim Thema Flüchtlinge sind sich CDU und CSU uneins

Zur Flüchtlingspolitik haben CDU und CSU einen gespaltenen Standpunkt. Die CSU plädiert bekanntlich für eine Obergrenze, die Schwesternpartie CDU sieht das Thema etwas lockerer, ohne allerdings ins Detail zu gehen. Dass abermals knapp eine Million Flüchtlinge in Deutschland aufgenommen wird, wir es bereits im Jahr 2015 der Fall war, lehnt die CDU jedoch ab. Vielmehr verfolgt die CDU den Kurs, abgelehnte Asylbewerber konsequenter abzuschieben. Diejenigen, die in Deutschland bleiben, sollen sich mittels Sprachkursen und eigenem Lebensunterhalt möglichst rasch integrieren.

Schon gelesen? Wie stehen CDU, SPD und Co. zur Flüchtlingspolitik und Zuwanderung?

Geht es in Sachen Finanzen nach der CDU, sind Steuererhöhungen vorerst vom Tisch. Was jedoch weichen soll, ist der Solidaritätszuschlag, den die Union bis 2020 abgeschafft sehen will. Auch die Einkommenssteuer sähe die CDU gern gesenkt. Im Bildungssektor sieht das Wahlprogramm der CDU schließlich vor, dass 3,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes für Bildung ausgegeben werden und Schulen eine modernere Ausstattung erhalten sollen.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

loc/kad/news.de