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WEC: Gerüchte um Toyota-Ausstieg Alonso der letzte Rettungsanker?

— 23.09.2017

Alonso der letzte Rettungsanker?

Gerüchten zufolge steigt nach Audi auch Toyota am Ende der Saison aus der WEC aus. Nur ein Le-Mans-Einsatz von Fernando Alonso könnte das verhindern.
 

Seit elf Jahren fährt Fernando Alonso in der Formel 1 seinem dritten WM-Titel hinterher. Längst hat er Alternativen ins Auge gefasst: Als zweiter Fahrer nach Graham Hill will er die Triple Crown des Motorsports erringen – also den Sieg beim GP Monaco, dem Indy 500 und dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans.

In Monaco gewann Alonso 2006 und 2007. Beim Indy 500 schied er 2017 zwar aus, beeindruckte aber, indem er auf Anhieb um den Sieg kämpfte. In der kommenden Saison nun könnte Le Mans auf seinem Programm stehen. Alonso hält sich bedeckt, sagt nur: „Die Formel 1 und dort zu gewinnen, hat Priorität. Die Triple Crown steht daher erstmal im Hintergrund.“

Fernando Alonso könnte 2018 für Toyota in Le Mans an den Start gehen

Allein: McLaren-Sportdirektor Zak Brown würde Alonso in Le Mans fahren lassen: „Wir haben mit Fernando darüber gesprochen. Unter den richtigen Umständen wären wir offen dafür.“ Der Sieg in Le Mans führt nur über ein LMP1-Werksteam. Davon ist – Stand jetzt – nur noch Toyota dabei. Und die Japaner sind auch interessiert an Alonso. Teamchef Rob Leupen: „Wir wären dafür offen. Aber jetzt müssen wir erstmal schauen, wie unser Programm 2018 aussieht.“

Denn: Auch ein Toyota-Ausstieg wird nach dem Porsche-Rückzug immer wahrscheinlicher. In Austin kursierten beim letzten Lauf diverse Gerüchte über Zulieferer, deren Toyota-Aufträge bereits gekündigt worden sein sollen. Und: Auch die Fahrer schauen sich bereits nach Alternativen um.

Sollte Toyota weitermachen, dann wohl nur mit einem abgespeckten Programm. Also nur ein Toyota für die volle Saison, zwei Fahrzeuge für Le Mans. Viele Fahrer werden arbeitslos, vor allem wenn dann auch noch Alonso ein Le-Mans-Cockpit besetzt. Doch die PR-Nummer mit dem Doppelchampion könnte der einige Rettungsanker sein, um das Programm, gegen sich selbst zu fahren, noch zu rechtfertigen.


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