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Webentwicklung: Angular 5 beschleunigt den Start von Anwendungen

Hurra, Hurra, Angular 5 ist da!

Das nächste Hauprelease des Webapplikationsframeworks bietet unter anderem einen Build Optimizer, der die Startgeschwindigkeit von Applikationen verbessert und eine State-Transfer-API zum erleichterten Server Side Rendering.

Das Webapplikationsframework Angular erreicht mit Version 5.0.0 das nächste große Release. Im Mittelpunkt der Neuerungen des auf TypeScript basierenden Front-End-Frameworks steht der Build Optimizer, der Entwicklern dabei helfen soll, den Start von Applikationen für Anwender zu beschleunigen und die Applikation insgesamt schlanker zu gestalten. Zusätzlich hat sich das Angular-Universal-Team, das Entwicklern das Server Side Rendering (SRR) erleichtern soll, mit der State-Transfer-API ein Module ausgedacht, das ein leichteres Teilen der Applikation zwischen Client- und Serverseite ermöglichen soll.

Beim Build Optimizer handelt es sich um ein neues Tool im Command-line Interface von Angular, das jetzt standardmäßig beim Bau von Applikationen zum Einsatz kommt. Das Tool hat zwei Aufgaben: Entwickler können Teile ihrer Applikation mit einem pure-Tag versehen und dadurch das Zusammenspiel mit externen Werkzeugen verbessern, da Angular die nicht benötigten Bestandteile entsprechend entfernt. Außerdem entfernt der Optimizer Angular-Dekoratoren aus dem Laufzeitcode der Applikation, die ohnehin lediglich der Compiler benötigt. Beide Funktionen reduzieren die Größe des JavaScript-Bundles und können dadurch für eine schnellere Startgeschwindigkeit der Applikationen sorgen.

In Angular 5.0.0 hat das Angular-Universal-Team zwei neue Modules kreiert: ServerTransferStateModule und BrowserTransferStateModule. Diese erlauben es dem Entwickler, Informationen als Teil des serverseitigen Renderns zu generieren und diese dann direkt zur Clientseite zu transferieren, da sie dort nicht speziell neu erzeugt werden muss. Dies ist nützlich für Fälle, in denen die Anwendung Daten per HTTP abruft, da so kein zweiter HTTP-Request notwendig sein wird.

Zusätzlich dazu hat das Team Domino auf den Plattformserver hinzugefügt, das mehr DOM(Document Object Model)-Manipulationen ermöglicht und dadurch die Unterstützung von weiteren JavaScript- und Komponentenbibliotheken erleichtert.

Die Liste der Neuerungen setzt sich allerdings noch weiter fort. Es gibt mehrere Verbesserungen am Compiler – Angular 5.0.0. unterstützt jetzt beispielsweise TypeScript Transforms, um inkrementelle Rebuilds zu beschleunigen. Eine vollständige Liste der Neuerungen findet sich im Changelog und im ausführlichen Blogpost zum Thema. Im Angular Update Guide können Entwickler hingegen eine maßgeschneiderte Anleitung finden, um auf die neuste Version zu migrieren.


(bbo)