/watchOS 4: Die Apple Watch wird eigenständiger

watchOS 4: Die Apple Watch wird eigenständiger

watchOS 4: Die Apple Watch wird eigenständiger


Leo Becker

Der Chief Operating Officer von Apple, Jeff Williams, präsentiert die dritte Generation der Apple Watch.

(Bild: dpa, Marcio Jose Sanchez)

Das System-Update verbessert die Fitnessfunktionen und bringt ein neues Siri-Ziffernblatt mit. Es steht für alle Apple-Watch-Generationen zum Download bereit – mit einer Einschränkung.

Zusammen mit iOS 11 hat Apple am Dienstagabend watchOS 4 zum Download freigegeben. Das Update ist für alle Generationen der Apple Watch gedacht, vom 2015 eingeführten ersten Modell über die weiterhin erhältliche Series 1 bis hin zur Series 2. Die neue Apple Watch Series 3 wird bereits mit watchOS 4 ausgeliefert. Die Installation des neuen Betriebssystems muss weiterhin vom iPhone aus erfolgen und setzt dort iOS 11 zwingend voraus. Dies beutet zugleich, dass Besitzer eines iPhone 5 oder iPhone 5c watchOS 4 nicht auf ihrer Uhr einspielen können.

Zur Installation muss die Apple Watch mit dem Netzteil verbunden und zu mindestens 50 Prozent geladen sein – sowie im selben WLAN hängen wie das iPhone. Nutzer sollten etwas Zeit einplanen, in der das iPhone in der Nähe der Uhr bleiben muss bis das Update abgeschlossen ist.

Mehr Fitness und ein Siri-Ziffernblatt

Die neue watchOS-Version baut die Fitnessfunktionen weiter aus: Workouts lassen sich in der komplett überarbeiteten Training-App schneller starten und der Multi-Sport-Modus erlaubt nun, innerhalb eines Workouts die Sportart zu wechseln – um etwa vom Schwimmen aufs Fahrradfahren umzusatteln. Speziell unterstützt werden nun außerdem HIIT-Workouts (High-Intensity Interval Training).

Neue Herausforderungen und passende Benachrichtigungen sollen Nutzer außerdem zu mehr Bewegung motivieren. Und die Apple Watch kann künftig mit NFC-fähigen Geräten im Fitnessstudio kommunizieren und Daten austauschen.

Mit Siri, Kaleidoskop und Toy Story bietet watchOS 4 Nutzer außerdem drei neue Ziffernblätter. Die Siri-Ansicht soll Informationen automatisch und zu Uhrzeit und Aufenthaltsort passend auf die Uhr bringen – etwa den nächsten Termin, ein anstehendes Gewitter oder die voraussichtliche morgendliche Fahrzeit ins Büro.

Geänderte Systemfunktionen und neue Musik-App

In watchOS 4 hat Apple das Dock erneut überarbeitet: Es hält nun entweder die vom Nutzer festgelegten App-Favoriten griffbereit oder funktioniert so wie der App-Switcher auf dem iPhone: Dann sind stets die zuletzt genutzten Apps im Dock präsent. Die App-Übersicht kann man erstmals von der Waben-Ansicht in eine alphabetisch sortierte Listenansicht umstellen.

Die Musik-App hat Apple in watchOS 4 komplett renoviert. Nutzer können endlich mehrere Wiedergabelisten oder auch Alben und Interpreten auf die Uhr übertragen – auch eine automatische Synchronisation ist vorgesehen etwa der besonders häufig auf dem iPhone gespielten Musiktitel. Der Abgleich erfolgt allerdings weiterhin erst, wenn die Watch mit dem Netzteil verbunden ist. Künftig sollen Watch-Nutzer auch Streaming-Zugriff auf Apple Music erhalten, diese Funktion kommt aber erst später.

Mehr zum Thema:


(lbe)