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W3C vereinfacht das Bezahlen im Netz

W3C vereinfacht das Bezahlen im Netz


Oliver Diedrich

(Bild: dpa, Arno Burgi/Symbolbild)

Das Payment Request API soll den Checkout-Prozess auf E-Commerce-Sites standardisieren und für Händler wie Kunden vereinfachen.

Das World Wide Web Consortium hat die Web-Standards “Payment Request API” und “Payment Method Identifiers” als Empfehlungskandidaten veröffentlicht.Damit ist die technische Entwicklung der Standards, an denen Microsoft, Google, Facebook, Apple und Mozilla mitgearbeitet haben, soweit abgeschlossen, dass sie implementiert werden können.

Ziel des Payment Request API ist es, das Bezahlen im Internet sowohl für Händler als auch für Kunden durch ein standardisiertes Checkout-Verfahren zu vereinfachen. Dabei übermittelt der Händler die zu zahlende Summe und von ihm akzeptierten Zahlungsmethoden an den Browser des Kunden.

Der Browser gleicht die Daten des Händlers mit den Zahlungsmethoden ab, die der Anwender im Browser hinterlegt hat. Dabei können auch zusätzliche Anwendungen von Drittanbietern für spezielle Bezahlverfahren ins Spiel kommen. Bei mehr als einer Übereinstimmung wählt der Nutzer das bevorzugte Verfahren aus. Die entsprechenden Daten, beispielsweise Kreditkartennummer und Lieferadresse, schickt der Browser nach Freigabe durch den Nutzer zurück.

Für den Anwender entfällt so die Notwendigkeit, seine Zahlungs- und Adressdaten auf jeder E-Commerce-Site erneut einzugeben. Der Händler muss nicht für jedes neue Bezahlverfahren das UI seiner Site ändern. Die neue API soll es so auch einfacher machen, neue Bezahlverfahren zu implementieren.

Die aktuellen Desktop-Browser Chrome 61 und Firefox 55 unterstützen die Payment Request API bereits, bei Firefox muss sie allerdings über die Einstellung dom.payments.request.enabled aktiviert werden. Safari-Nutzer benötigen die Technology Preview 38 oder neuer. Microsofts Edge soll die neue API mit EdgeHTML 16 im kommenden Windows 10 Fall Creators Update erhalten. Chrome für Android kennt die Payment Request API bereits seit einem Jahr. Jetzt sind die E-Commerce-Sites am Zug.


(odi)