/Volvo XC40 (2017): Test, Preis, Verkaufsstart, Premiere Alle Infos zum Volvo XC40

Volvo XC40 (2017): Test, Preis, Verkaufsstart, Premiere Alle Infos zum Volvo XC40

— 21.09.2017

Alle Infos zum Volvo XC40

Volvo bringt mit dem XC40 ein neues Einsteiger-SUV: kantiger und frecher als XC60 und XC90, aber immer noch klar ein Volvo. Alle Infos!

Vorstellung: Der Revoluzzer unter den XC-Modellen
Interieur: Frisches Design und Mut zur Farbe
Ausstattung: XC40 mit Assistenzsystemen aus XC60 und XC90
Connectivity: Handy-Anbindung über Apple CarPlay und Android Auto
Motoren und Preise: Zum Marktstart ein Benziner und ein Diesel
Technische Daten: Allrad in Serie

Vorstellung: Der Revoluzzer unter den XC-Modellen

Deutlich kantiger und frecher als seine Brüder haben die Designer den XC40 gestaltet.

Volvos XC-Familie bekommt Nachwuchs: den XC40. Die Schweden verpassen ihrem kleinsten SUV deutlich mehr Kanten und Charisma als den größeren Modellen XC60 und XC90. Der in der Kompaktklasse angesiedelte XC40 übernimmt die Designlinie der großen Brüder, bricht aber zeitgleich mit einem Teil ihrer Konventionen – damit ist der Neue der Revoluzzer unter den XC-Modellen. Die Leuchtengrafik ist zwar vorne markentypisch in der “Thors Hammer”-Optik gehalten, dafür erhält die Stoßstange aber einen Überbiss, und auch der Kühlergrill ist nochmals markanter gezeichnet als beim XC60. An der Seite fällt zuerst der große Einzug auf. Er beginnt gleich nach dem vorderen Radkasten und endet kurz vor dem hinteren. Der XC40 ist zweifarbig lackiert, die Farbe des Dachs ist an der C-Säule bis auf die Höhe der Rückleuchten heruntergezogen. Das Heck wirkt bulliger als bei den Familienmitgliedern und erhält einen markanten Schwung – ähnlich dem des XC60, hier aber ausgeprägter. Die Rückleuchten reichen in die Fahrzeugseite hinein und erhalten rechteckige optische Elemente. Der neue Volvo kann mit Felgen bis 21 Zoll bestückt werden. Gebaut wird der XC40 im belgischen Gent und im chinesischen Luqiao.

Auf der Seite sticht der große Einzug ins Auge, die Rückleuchten reichen bis ins Seitenblech.

©Volvo Cars

Das Kompaktsegment von Volvo nutzt die Plattform CMA (Compact Modular Architecture), die auch der chinesische Mutterkonzern Geely bekommen wird. Auf dieser Basis steht auch der XC40. Die neue Plattform hat nicht nur Kapazität für Vierzylinder-Benziner und -Diesel sowie Dreizylinder und Plug-in-Hybridsysteme, sondern auch für einen Elektroantrieb inklusive Batterien. Und so geht das Plattform-Einmaleins bei Volvo: Während die Volvo-Oberklasse XC90, S90 und V90 sowie die spätere Mittelklasse mit den 60er-Modellen auf der SPA-Plattform (Scalable Product Architecture) stehen, fährt die kommende Kompakt-Baureihe mit XC40 und V40 auf CMA-Basis. Bei ihr lassen sich Länge, Breite und Höhe variieren (XC40: 4,42 Meter Länge, 1,86 Meter Breite, 1,65 Meter Höhe).

Interieur: Frisches Design und Mut zur Farbe

Der Innenraum ist weniger elitär gehalten als im XC60. Holzdekore werden nicht angeboten.

Mit dem XC40 versucht Volvo, in den Lifestyle-Sektor um VW T-Roc, BMW X1 und Mercedes GLA zu stoßen. Der Innenraum ist daher nicht so brav gehalten wie bei XC60 und XC90. Holzdekore sind für den Schweden ein Fremdwort, stattdessen haben Aluminium-Einlagen und sogar ein in Kunststoff geprägter Stadtplan Göteborgs ihren Weg ins SUV gefunden. Wer möchte, der seinen XC40 ordentlich mit Farbe aufpeppen: Auf Wunsch gibt es rote Sitzbezüge, die Teppiche lassen sich in Orange bestellen. Zudem finden sich im Innenraum natürliche Materialien wieder: Matten, Dachhimmel und Türverkleidungen gibt es aus Filz. Der Infotainment-Bildschirm misst, wie auch im XC60, neun Zoll. Die Lüftungsdüsen erinnern stark an die des S90. Der Hupknopf des Lenkrads spiegelt die äußere Form des Volvo wider. Er ist im Vergleich zu seinen Brüdern deutlich kantiger und kleiner, die Armaturentafel ist volldigital.

Ausstattung: XC40 mit Assistenzsystemen aus XC60 und XC90

Volvo stattet den XC40 mit denselben Assistenzsystemen aus, die auch in XC60 und XC90 zum Einsatz kommen.

Alle Assistenzsysteme, die es für die Baureihen XC60 und XC90 gibt, passen auch in den XC40. Neben den bekannten Features ist der XC40 optional mit der neuesten Version des “IntelliSafe”-Pakets ausgestattet. Der darin enthaltene “Pilot Assist” kann bis zu einer Geschwindigkeit von 130 km/h teilautonom Fahren. Bei den Ausstattungsvarianten hält es Volvo schwedisch simpel: Drei Linien bietet der Hersteller an, wobei die günstigste (Kinetic) die absolute Basis darstellt. Im mittleren Preissegment liegt die Ausstattungslinie “Momentum”. Hier gibt es serienmäßig 18-Zoll-Felgen, die volldigitale Instrumententafel, LED-Scheinwerfer und Ledersitze. Dazu kommt das Infotainmentsystem “Sensus”, das mit acht Lautsprechern und dem neuen “Fresh Air Subwoofer” einen guten Raumklang für Musik ermöglichen soll. Kleine Kniffe sollen hier den Alltag erleichtern. Das Handschuhfach besitzt einen ausklappbaren Haken für Tragetaschen, der Abfalleimer in der Mittelkonsole lässt sich herausnehmen. Im Kofferraum finden sich ebenfalls Haken für Tragetaschen. Wählt man den XC40 in der “R-Design”-Ausstattung, gibt es spezielle 18-Zoll-Felgen, den R-Design-Kühlergrill, ein Sportfahrwerk, verchromte Endrohre und das Kontrastdach in “Black Stone Schwarz”. Der Innenraum bekommt Sitze in Nubuk-Textil- und Nappaleder, einen anthrazitfarbenen Dachhimmel, die Ambientebeleuchtung, Sportpedale und ein Sportlenkrad.

Connectivity: Apple CarPlay und Android Auto

Der XC40 ist, wie auch sein größerer Bruder XC60, optional mit dem Infotainmentsystem “Sensus Connect” erhältlich. Die gegenüber dem XC60 neu gestaltete Oberfläche stellt die jeweils wichtige Funktion in den Fokus. Andere Farben und Symbole sollen dafür sorgen, dass man das System einfacher bedienen kann, außerdem ist die Navi-Karte nun größer. Eine Integration von Apple CarPlay und Android Auto ist gegen Aufpreis möglich, ebenso induktives Laden für Smartphones, die den QI-Standard unterstützen.

Motoren und Preise: Zum Marktstart ein Benziner und ein Diesel

Ein Benziner und ein Diesel stehen zum Marktstart zur Verfügung. Ein Einstiegs-Benziner folgt im Frühjahr 2018.

Ähnlich simpel wie die Zusammensetzung der Ausstattungen ist auch das Motorenportfolio gehalten. Zum Marktstart bietet Volvo einen Benziner (T5 AWD) und einen Diesel (D4 AWD) im XC40 an. Beide sind serienmäßig mit Allradantrieb und Achtgang-Automatik erhältlich. Der T5 AWD leistet 247 PS und 350 Nm Drehmoment, der Selbstzünder D4 AWD dagegen 190 PS und 400 Nm. Zum Frühjahr 2018 stockt Volvo seine Motorenpalette für dem XC40 mit dem T3-Benziner auf. Der Einstiegsmotor soll 156 PS leisten und ist nur mit Sechsgang-Handschaltung bestellbar. Volvo stellt auch einen Plug-in-Hybrid und eine vollelektrische Version in Aussicht. Der zum Marktstart günstigste XC40 kostet als D4 AWD in der Aussattung Momentum 44.450 Euro. Mit dem erst später verfügbaren T3 sinkt der Grundpreis in der Ausstattung Kinetic auf 31.000 Euro.

Technische Daten: Allrad in Serie

Benziner:

Volvo XC40 T5 AWD • Motor: Vierzylinder-Benziner • Hubraum: 1969 ccm • Leistung: 182 kW (247 PS) bei 5500 U/min • max. Drehmoment: 350 Nm bei 1800 bis 4800 U/min • Beschleunigung: 0-100 km/h in 6,5 s • Verbrauch: 7,3 l/100 km • Preis: ab 45.750 Euro.

Diesel:

Volvo XC40 D4 AWD • Motor: Vierzylinder-Diesel • Hubraum: 1969 ccm • Leistung: 140 kW (190 PS) bei 4000 U/min • max. Drehmoment: 400 Nm bei 1750 bis 2500 U/min • Beschleunigung: 0-100 km/h in 7,9 s • Verbrauch: 5,1 l/100 km • Preis: ab 44.450 Euro.

Autoren: Andreas Huber, Tomas Hirschberger