/Vodafone führt unbegrenzte Datennutzung für bestimmte Apps ein

Vodafone führt unbegrenzte Datennutzung für bestimmte Apps ein

Die SIM-Karte ist ein Schlüssel-Element für jedes Handy. Hier ein Exemplar von Vodafone.

(Bild: dpa, Martin Gerten)

Die Telekom machte es mit “StreamOn” vor; nun bietet auch Vodafone Optionen für Mobilfunktarife an, bei denen der Datenverbrauch bestimmter Apps nicht aufs Volumen angerechnet wird.

Vodafone bietet seinen Mobilfunk-Kunden bald auch eine Daten-Flatrate für bestimmte Dienste und Apps an. Daten-intensive Angebote wie Videos über Amazon Prime oder Netflix sowie Musikstreaming über Napster oder Deezer werden künftig nicht mehr auf das Volumenkonto des Nutzer angerechnet, wenn dieser einen entsprechenden Vodafone Pass erwirbt. Die Telekom hatte bereits im April für die mobile Nutzung datenintensiver Dienste einen speziellen Tarif (“StreamOn”) eingeführt, dafür allerdings auch Kritik von Verbraucherschützern geerntet. Das Vodafone-Angebot soll ab 26. Oktober bereitstehen.

Vodafone-Kunden können dann in den Tarifen Red und Young bis zu vier verschiedene Pässe abonnieren, etwa für Video, Musik, für Chats sowie für die Nutzung sozialer Netzwerke. Beim Vertragsabschluss ist ein Pass kostenlos enthalten, weitere Pässe sollen je fünf Euro pro Monat kosten, ein Video-Pass schlägt mit 10 Euro zu Buche. Zu den ersten Partner-Apps gehören Facebook Messenger, Telegram, Threema und WhatsApp, Facebook, Instagram, Pinterest und Twitter, Amazon Music, Deezer, Napster und Soudcloud, Amazon Prime Vieo, Netflix sowie Sky Go und Vevo. Weitere sollen folgen.

Beim “StreamOn”-Service der Telekom werden ebenfalls bestimmte datenintensive Dienste wie Apple Music, Amazon, Netflix und Youtube nicht auf das Datenkonto des Kunden angerechnet. Verbraucherschützer kritisieren, dass das Angebot gegen die Netzneutralität verstoße, nach der alle Daten unterschiedslos durchs Netz geleitet werden müssen. Sie hegen die Befürchtung, dass das Angebot auf lange Sicht die Wahlfreiheit der Verbraucher beschränke und kleinere Anbieter zu große Hürden in den Weg gelegt würden. Die Bundesnetzagentur prüft noch, ob das Angebot gegen EU-Recht verstößt. Die Telekom betonte, dass es jedem Unternehmen freistehe, sich mit seinen Diensten an Streamon zu beteiligen.


(axk)