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Visual Studio Code wird in Version 1.18 übersichtlicher

Visual Studio Code 1.18 wird übersichtlicher

Im aktuellen Release sind die Multi-root Workspaces enthalten, mit denen Entwickler an mehreren Projekten arbeiten können. Außerdem zeigt der Datei-Explorer den Git-Status der Dateien, und Ausgabefenster lassen sich nun rechts statt unten anzeigen.

Microsoft hat das monatliche Release des quelloffenen Source-Code-Editors Visual Studio Code veröffentlicht. Version 1.18 bringt vor allem Neuerungen, die für mehr Übersicht beim Entwickeln sorgen sollen. Die meisten Funktionen sind laut den Machern als Reaktion auf zahlreiche Wünsche der Nutzer entstanden.

Die sogenannten “Multi-root Workspaces” befinden sich bereits seit geraumer Zeit in der Testphase und halten nun Einzug in das stabilen Release. Damit können Entwickler nun mehrere Projekte gleichzeitig in Visual Studio Code bearbeiten. Projektordner lassen sich über Drag-and-drop oder mit File | Add Folder to Workspace… in den Arbeitsbereich einfügen.

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Neu hinzugefügte Ordner zeigt der Datei-Explorer als Root-Projekt.

(Bild: Microsoft
)

Die Arbeitsumgebung durchsucht beim Start des Debuggers alle Ordner nach passenden launch.json-Debug-Konfigurationen. Auch in tasks.json gespeicherte Tasks für gulp, grunt, npm und TypeScript-Projektedateien sucht Visual Studio Code über alle Ordner. Hinsichtlich der Versionskontrolle lassen sich unterschiedliche Systeme nebeneinander verwenden. So kann beispielsweise ein Projekt mit einem Git-Repository verbunden sein und ein anderes mit einem Workspace des Team Foundation Server. Zu den Multi-root Workspaces existiert zudem eine passende neue API für Entwickler von Visual Studio Code Extensions.

Der Datei-Explorer bietet nun Git-Dekorationen für die einzelnen Dateien: Unterschiedliche Farben und Symbole heben veränderte, hinzugefügte oder ignorierte Dateien hervor sowie solche, für die es einen Konflikt in der Versionsverwaltung gibt. Die Farben und Symbole lassen sich sowohl einzeln anpassen als auch in Themes festlegen.

Über die Panel-Titelleiste lassen sich nun die Panels neu anordnen oder einzelne verstecken. Eine kleine, aber wohl von zahlreichen Nutzern gewünschte Neuerung ist, dass sich die Debug-Konsole sowie das Ausgabe- und Terminal-Fenster nun optional rechts statt unten andocken lassen. Ausgaben im integrierten Terminal lassen sich nun mit dem Escape-Code x1b[2m blass anzeigen. Außerdem können Entwickler nicht nur Umgebungsvariablen des Terminals setzen, sondern durch Zuweisung von null vorhandene löschen.

Dass das aktuelle TypeScript-Release 2.6.1 an Bord ist, versteht sich von selbst, seit Microsoft den Releasezyklus der Skriptsprache an den von Visual Studio Code angepasst hat. Neu ist die Auto-Import-Funktion für JavaScript und TypeScript: Der Editor zeigt für die Autovervollständigung alle exportierten Symbole des aktuellen Projekts an und fügt die passende import-Zeile hinzu, wenn die Auswahl noch nicht in der aktuellen Datei vorhanden ist.


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Bei der Auswahl eines in der aktuellen Datei nicht importierten Symbols fügt der Editor die passende import-Zeile ein.

(Bild: Microsoft
)

Fehlermeldungen für JavaScript und TypeScript zeigt Visual Studio Code nun in der eingestellten Anzeigesprache, sofern die passende Information in der Sprache vorhanden ist. Dasselbe gilt für die Vorschläge zum Beheben des Fehlers.

Die zahlreichen weiteren Neuerungen, darunter einige für Entwickler von Extensions, lassen sich der offiziellen Ankündigung von Visual Studio Code 1.18 entnehmen. Binaries für Windows, macOS, Debian beziehungsweise Ubuntu sowie RedHat, Fedora und Cent OS sind auf der Downloadseite verfügbar. Der Quellcode liegt auf GitHub.


(rme)