/Verrückte Autosammlung: Amerikaner hortet 1000 Autos Die schrägste Autosammlung der USA

Verrückte Autosammlung: Amerikaner hortet 1000 Autos Die schrägste Autosammlung der USA

— 28.09.2017

Die schrägste Autosammlung der USA

Knapp 1000 Autos hortet ein Sammler in drei Hallen einer US-Kleinstadt, darunter hunderte asiatische Kleinwagen. Eine der schrägsten Autosammlungen der Welt!

Nicht nur Japaner stehen in den Hallen: Saab Sonett III, MGB und Opel GT (v. l. n. r.)

Es ist die vielleicht verrückteste Autosammlung Amerikas, sicher eine der größten der Welt: Geparkt in drei Hallen in Christiansburg (US-Bundesstaat Virginia) stehen hunderte und aberhunderte Autos. “Genau 954 momentan”, sagt Gary Duncan, deren Besitzer, aber die Zahl ist nur ein Zwischenstand. Die Sammlung, die sich auf gut 10.000 Quadratmeter erstreckt, ist jung, sie beginnt 2015. Da erfährt Autohändler Gary, dass ein Mann aus der Gegend ein paar alte Honda verkaufen will. “Das Geschäft kam nicht zustande, aber als ich gerade gehen will, zeigt der Typ mir ein altes, kleines Subaru-Feuerwehrauto. Also habe ich den gekauft.” Und zehn weitere, die Gary im Nordwesten der USA aufspürt. Er gibt rund 100.000 Dollar aus. Es war so etwas wie eine Infektion. Dann stöbert er im Internet und bestellt 2016 in Japan gleich 300 Kei Cars en bloc. So beginnt der pure Wahnsinn. Die Hallen einer insolventen Möbelfirma werden leer geräumt, der Lagerist Jerry Hilton übernommen. Und so kommt ein Auto zum anderen. Was Duncan am liebsten kauft? Auf zwei Dinge achtet er besonders: geringe Laufleistung und das “Paperwork”, die Dokumente seiner Sammlerstücke.

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Knapp 1000 Autos, darunter viele japanische Kleinwagen

Exot mit Scherentüren: Hierzulande ist der Toyota Sera kaum bekannt, er wurde Anfang der 90er für den japanischen Markt gebaut.

Es sind einfach so viele Wagen, dass Besucher Stunden brauchen, um alle Schätze zu entdecken. Manche Modelle und Marken sind nur ausgewiesenen Experten bekannt: Nissan Be-1, Eunos Cosmo, Suzuki Carry und Cappuccino, Toyota Cresta, Nissan President, Subaru 360, Honda Z600, Honda City, Honda Life, Datsun 510 und C20, Nissan Skyline, Daihatsu HiJet oder der kleinste Pick-up der Welt, der Suzuki Mighty Boy. Doch nicht nur Japaner, auch internationale, alte Modelle stehen in Garys Hallen aneinandergereiht. Nur eine kleine Auswahl: Bricklin SV-1, VW Karmann-Ghia (40 Kilometer gelaufen), VW Käfer (52 km), Saab Sonett III, Opel GT, MGB, Auto Union 1000 S, Renault 4 CV und sogar ein Merkur XR4Ti, der deutsche Ford Sierra für den US-Markt. Und manchmal stecken die Japaner sogar unter einem deutschen Kleid: Zwei nur auf den ersten Blick nach T1- Bulli aussehende Gefährte sind in Wahrheit ein Subaru Sambar und ein Mazda Porter Cab. Der Reporter wandert staunend durch die Hallen. Gary sitzt im Büro und telefoniert. Wahrscheinlich bestellt er gerade Autos. Denn eine vierte Halle steht noch leer.