/Vernetztes Fahren: Ericsson, Telecom-Unternehmen, Toyota und Intel verbünden sich

Vernetztes Fahren: Ericsson, Telecom-Unternehmen, Toyota und Intel verbünden sich

Vernetztes Fahren: Ericsson, Telecom-Unternehmen, Toyota und Intel verbünden sich


Andreas Wilkens

(Bild: Ericsson)

Erneut hat sich ein Konsortium zwischen großen Unternehmen gebildet, welches das vernetzte Fahren voranbringen will und wieder ist Ericsson dabei.

“Automotive Edge Computing Consortium” nennt sich ein neues Konsortium, das eine Netz- und Recheninfrastruktur für den Datenaustausch mit vernetzten Fahrzeugen schaffen will. Daran beteiligt sind der schwedische Netzwerkausrüster Ericsson, Toyota, Intel, Nippon Telegraph, NTT Docomo und der japanische Autozulieferer Denso. Ihnen geht es darum, unter anderem intelligentes Fahren und Echtzeit-Kartenmaterial möglich zu machen.

Das Datenvolumen, das zwischen Fahrzeugen und der Cloud übertragen wird, steige Schätzungen zufolge bis zum Jahr 2025 auf zehn Exabytes pro Monat an, heißt es in einer Mitteilung des Konsortiums. Das seien etwa 10.000 Mal mehr als heute. Dadurch würden neue Architekturen für die Netz- und Recheninfrastruktur nötig, die verteilte Ressourcen und Speicherkapazitäten unterstützen und mit bestehenden lokalen und internationalen Standards kompatibel sein sollten.

Dezentrale Datenverarbeitung

Das Konsortium will sich zunächst auf ein optimiertes Netz mit erhöhten Netzkapazitäten durch Edge-Computing konzentrieren, bei dem die Daten dezentral verarbeitet werden. So sollen große Datenmengen effizient zwischen Fahrzeugen und der Cloud übertragen werden. Auch sollen Anforderungen und die Entwicklung von Anwendungsbeispielen für den Einsatz von mobilen Endgeräten im Fahrzeug definiert werden.

Ericsson hat 2016 bereits das Projekt 5G-ConnectedMobility initiiert. Dabei testen die Schweden zusammen mit BMW, der Bahn und Mobilfunkern 5G-Technik auf dem “Digitalen Testfeld Autobahn” der A9. Sie betreiben dabei eine dedizierte Netzinfrastruktur in realer Anwendungsumgebung, um die Kommunikation zwischen Fahrzeug zu Fahrzeug, vom Fahrzeug zur Infrastruktur sowie die Digitalisierung der Eisenbahninfrastruktur mit 5G-Technik zu testen.


(anw)