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Verdächtiger gefasst! Fahrzeug rast in Soldatengruppe

Im Pariser Vorort Levallois-Perret ist ein Fahrzeug in eine Soldatengruppe gerast und hat dabei zwei Menschen schwer und vier weitere leicht verletzt. Nähere Angaben zum Ablauf des Vorfalls oder zu Hintergründen der Tat konnte die Sprecherin zunächst nicht machen.

+++ Mittwoch, 09.08.2017, 14.45 Uhr: Polizei nimmt Verdächtigen fest +++

Nach der mutmaßlichen Auto-Attacke auf Soldaten bei Paris ist ein Verdächtiger festgenommen worden, der mit dem gesuchten Fahrzeug unterwegs war. Der Mann wurde am Mittwoch auf der Autobahn 16 festgenommen, die von Paris nach Nordfrankreich führt. Dies wurde der Deutschen Presse-Agentur aus Justizkreisen bestätigt. Der Sender Franceinfo berichtete ergänzend, der Verdächtige sei bei der Festnahme verletzt worden.

+++ Mittwoch, 09.08.2017, 13.49 Uhr: Innenminister Gérard Collomb spricht von Absicht +++

Die Fahrzeug-Attacke auf Soldaten bei Paris war nach Angaben des französischen Innenministers Gérard Collomb kein Unfall. “Wir wissen, dass das eine absichtliche Tat war”, sagte er am Mittwoch nach einem Besuch bei betroffenen Soldaten im Krankenhaus. Ein Fahrzeug war am Morgen in eine Gruppe Militärs gefahren und hatte sechs von ihnen verletzt. Das Auto sei zunächst langsam gefahren, habe dann etwa fünf Meter von den Soldaten entfernt beschleunigt, um dann gegen sie zu fahren.

Die Soldaten wurden in zwei verschiedene Krankenhäuser gebracht. Drei von ihnen erlitten nur sehr leichte Verletzungen. Bei den anderen hatten die Behörden zunächst schwere Verletzungen befürchtet, dies bewahrheitete sich aber nicht: “Wir haben beruhigende Neuigkeiten zu ihrem Zustand”, sagte Verteidigungsministerin Florence Parly.

Nach Angaben Collombs berichteten Soldaten, dass sie den Eindruck hatten, dass in dem Auto ein einzelner Mann gesessen habe. Der mutmaßliche Täter konnte mit seinem Wagen fliehen und wird nun gesucht. Regierungssprecher Christophe Castaner sagte nach der wöchentlichen Kabinettssitzung im Élyséepalast, es würden alle Mittel eingesetzt, um den oder die Verantwortlichen zu «neutralisieren».

+++ Mittwoch, 09.08.2017, 12.50 Uhr: Anti-Terror-Experten übernehmen Ermittlungen +++

Nach einer mutmaßlichen Fahrzeug-Attacke auf Soldaten bei Paris gehen französische Ermittler einem Terrorverdacht nach. Das Fahrzeug raste am Mittwochmorgen im Vorort Levallois-Perret in die Gruppe und verletzte dabei sechs Militärs. Drei von ihnen erlitten schwerere Verletzungen, wie Verteidigungsministerin Florence Parly mitteilte. Sie seien aber nicht in Lebensgefahr. Der Fahrer floh, die Behörden lösten eine Fahndung aus.

Die für Terror-Fälle zuständige Pariser Staatsanwaltschaft zog den Fall an sich. Sie leitete eine Untersuchung wegen versuchten Mordes an Amtspersonen in Verbindung mit einem Terrorvorhaben ein. Die Soldaten gehörten zum Anti-Terror-Einsatz Sentinelle (Wache), der Militärpatrouillen in vielen französischen Städten umfasst. Bei islamistischen Anschlägen in Frankreich wurden seit Anfang 2015 fast 240 Menschen ermordet.

Verteidigungsministerin Parly sprach in ihrer Mitteilung von einer “feigen Tat”. Die laufende Untersuchung müsse die Absichten des Täters klären. Zu dessen Identität ist bislang öffentlich nichts bekannt.

+++ Mittwoch, 09.08.2017, 09.28 Uhr: Sechs verletzte Soldaten in Paris – Unfall mit Absicht verursacht +++

Der Fahrer ist auf der Flucht, nach ihm wird mit Hochdruck gefahndet. Die Polizei geht von einem vorsätzlichen Unfall aus, wie die “Bild” schreibt. In Levallois-Perret ist eine Kaserne, in der auch Soldaten der Anti-Terror-Gruppe “Sentinelle” untergebracht.

Der Bürgermeister des Orts, Patrick Balkany, sagte dem Sender BFMTV, dass die verletzten Militärs nicht in Lebensgefahr seien. “Das ist zweifellos ein vorsätzlicher Akt”, meinte er. Das Fahrzeug habe sich zuvor auf der Straße positioniert: Der Fahrer habe augenscheinlich darauf gewartet, dass die Soldaten zu ihrem Fahrzeug gehen, und sei dann auf sie zugerast. “Das ist eine abscheuliche Aggression.”

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Fahrzeuge als Waffe
Terror, Amok, Attentat

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koj/jat/news.de