/VDA-Präsident Wissmann: Ablösung? Wissmann auf der Kippe

VDA-Präsident Wissmann: Ablösung? Wissmann auf der Kippe

— 31.08.2017

Wissmann auf der Kippe

Matthias Wissmann droht Medienberichten zufolge die Ablösung als VDA-Präsident. Treibende Kraft soll Daimler-Boss Zetsche sein. Daimler dementierte.

(Reuters/dpa/cj) VDA-Präsident Matthias Wissmann steht einem Medienbericht zufolge nach über zehn Jahren an der Spitze des Verbandes der Automobilindustrie vor der Ablösung. Der Wechsel solle nach der Bundestagswahl am 24. September 2017 erfolgen, berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) am 31. August 2017 unter Berufung auf Industriekreise. Die Suche nach einer neuen Verbandsspitze koordiniere Daimler-Chef Dieter Zetsche, mit dem es in der Vergangenheit Unstimmigkeiten gegeben habe. Nach der Wahl und der IAA in Frankfurt (14. bis 24. September 2017) wollten die Führungen von Daimler, BMW und VW einen personellen und inhaltlichen Neuanfang für die weitere Debatte über Verbrennungsmotoren und mögliche Fahrverbote, heißt es.

Unstimmigkeiten im Krisenmanagement

Daimler-Chef Zetsche soll die treibende Kraft bei der geplanten Ablösung Wissmanns sein.

Daimler dementierte den Bericht. Von einer Ablösung Wissmanns könne keine Rede sein, sagte ein Sprecher. Der ehemalige CDU-Verkehrsminister ist seit 2007 VDA-Präsident. Zuvor war er Vorsitzender des Europaausschusses im Bundestag. Wissmanns Vertrag war erst im November 2016 um zwei weitere Jahre verlängert worden. Die gesamte Branche ist durch die Dieselaffäre und die Kartellvorwürfe gegen die großen deutschen Autobauer beträchtlich unter Druck geraten. Bei der Aufarbeitung dieser Krisen hatte Wissmann eine “Null-Fehler-Toleranz” in der Branche gefordert, was bei Daimler-Chef Zetsche auf Unverständnis gestoßen sein soll.