/USB 3.2: Geschwindigkeit von USB-C auf 20 GBit/s verdoppelt

USB 3.2: Geschwindigkeit von USB-C auf 20 GBit/s verdoppelt

USB-C

(Bild: c’t)

Die Spezifkation für USB 3.2 ist fertig. Sie verdoppelt die Transferrate für USB-C-Verbindungen auf 20 GBit/s. Nun fehlt nur noch die entsprechende Hardware – selbst bei USB-3.1-Gen2-Hubs ist Ebbe.

Das Standardisierungsgremium USB Implementers Forum (USB-IF) hat die Schnittstellen-Spezifikation für USB 3.2 veröffentlicht (Mitteilung: PDF). Sie wurde im Juli 2017 erstmals angekündigt und steht nun für Mitglieder auf der Website usb.org zum Download bereit. USB 3.2 ermöglicht Übertragungsraten von 20 GBit/s über USB-Typ-C-Verbindungen. Das entspricht der doppelten Geschwindigkeit im Vergleich zum derzeit schnellsten Übertragungsmodus SuperSpeed+ (USB 3.1 Gen 2).

Während USB 3.1 Gen 2 lediglich zwei differenzielle Adernpaare eines USB-C-Kabels verwendet, erlaubt USB 3.2 im Multi-Lane-Betrieb je zwei Adernpaare mit jeweils 10 GBit/s pro Richtung zu nutzen. Die neue USB-Spezifikation ist ausschließlich für USB-C und nicht für die weitverbreiteten USB-A-Buchsen freigegeben.

USB-3.2-Hardware ist bis dato nicht in Sicht. Derzeit gibt es noch nicht einmal Hubs für USB 3.1 Gen 2 zu kaufen, lediglich Controller-Chips wurden Anfang 2017 angekündigt. Auf der diesjähigen Computex stellten die Firmen Action Star und Goodway bereits Prototypen von USB-3.1-Gen2-Hubs aus. Die Action-Star-Modelle sollen nach damaligen Informationen im dritten Quartal 2017 in Deutschland erhältlich sein. Auf der Computex präsentierten auch noch andere Firmen USB-3.1-Gen2-Hubs, allerdings war bei diesen lediglich der Uplink-Port zum PC mit 10 GBit/s angebunden. Die Ausgangsbuchsen waren dagegen auf 5 GBit/s kastriert.

Der große Vorteil von USB-C ist die verdrehsichere Buchse. Nutzer müssen nicht mehr darauf achten, wie herum man einen Stecker in eine Buchse steckt, es funktioniert schlicht immer. Die Typ-C-Buchse ist punktsymmetrisch um den Mittelpunkt ihrer 24 Pins ausgelegt. Allerdings ist dies auf andere Art wiederum problematisch, denn man sieht es vielen USB-C-Buchsen nicht an, ob sie SuperSpeed, SuperSpeed+ oder gar nur USB-2.0-Geschwindigkeit (“HighSpeed”) übertragen. Überdies sind auch die alternativen Modi für Thunderbolt 3 oder DisplayPort häufig schlecht gekennzeichnet.


(mfi)