/US-Präsident Trump kündigt Aufrüstung Japans und Südkoreas an

US-Präsident Trump kündigt Aufrüstung Japans und Südkoreas an

Als Reaktion auf den Atomtest Nordkoreas demonstriert Südkorea mit neuen Manövern militärische Stärke. Während die USA, Südkorea und Japan größtmöglichen Druck auf Pjöngjang fordern, ringt der Weltsicherheitsrat in New York um schärfere Sanktionen. Dabei rückt auch eine eventuelle Drosselung chinesischer Öllieferungen in den Fokus. Ungeachtet der zögerlichen Haltung Chinas und Russlands wollen die USA innerhalb einer Woche neue Strafmaßnahmen gegen die Regierung in Pjöngjang durchsetzen. Nordkoreas Machtinhaber Kim Jong-un zeigt sich von dem Vorgehen seiner Gegner jedoch wenig beeindruckt!

Nach erneuten Atomtest Nordkoreas: Manöver in Südkorea

Bei den neuen Militärübungen in Südkorea hätten Kriegsschiffe Schießübungen im Japanischen Meer (koreanisch: Ostmeer) durchgeführt, teilte die Marine am Dienstag in Seoul mit. Zweck der Manöver sei gewesen, sofort auf potenzielle Provokationen Nordkoreas antworten zu können. An den Übungen hätten unter anderem eine 2500-Tonnen-Fregatte, Raketenschiffe und Schnellboote teilgenommen.

Bis Samstag sollen weitere Marineübungen vor der Südküste der koreanischen Halbinsel folgen. Bereits am Montag hatte Südkoreas Militär als Reaktion auf den bisher größten Atomtest Nordkoreas am Sonntag einen Angriff mit Raketen auf das nordkoreanische Atomtestgelände im Nordosten des Nachbarlandes simuliert.

Weltweite Bedrohung: Kim Jong-un testet Wasserstoffbomben

Nordkorea hatte eigenen Angaben zufolge eine Wasserstoffbombe getestet, mit der Interkontinentalraketen (ICBM) des Landes bestückt werden sollen. Der sechste Atomversuch seit 2006 löste weltweit scharfe Kritik aus. Das Raketen- und Atomprogramm wird in der Region und weltweit als ernste Bedrohung angesehen.

Feiert Kim Jong-un Jahrestag der Diktatur mit Raketen-Test?

Nun der nächste Schock: Wie die südkoreanische Zeitung “Asia Business Daily” unter Berufung auf Geheimdienste berichtet, soll sich angeblich eine weitere Interkontinental-Rakete auf dem Weg an die Westküste der koreanischen Halbinsel bewegen. Die “Bild”-Zeitung berichtete zuerst darüber. Experten gehen davon aus, dass Kim Jong-un die Rakete anlässlich des Diktatur Jubiläums testen wolle. Bereits im vergangenen Jahr provozierte der nordkoreanische Diktator mit einem Kernwaffentest.

Trump-Telefonat mit Südkorea: “Größtmöglicher Druck” auf Pjöngjang

Bei einem Telefongesprächeinigten sich Südkoreas Präsident Moon Jae In und US-Präsident Donald Trump darauf, die Verteidigungsfähigkeit Südkoreas auszubauen und dafür die Obergrenze für die Nutzlast südkoreanischer Raketen abzuschaffen. Die Reichweite ist bisher einer beiderseitigen Vereinbarung zufolge auf 800 Kilometer und das Gewicht der Sprengköpfe auf 500 Kilogramm beschränkt. Trump bekräftigte wie zuvor in einem Telefonat mit Japans Regierungschef Shinzo Abe, die USA und ihre Verbündeten verteidigen zu wollen. 

Trump und Moon waren sich nach Angaben des Weißen Hauses einig, auf Nordkoreas Atomtest mit größtmöglichem Druck und allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu reagieren. Zum Abschluss einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates sagte Washingtons UN-Botschafterin Nikki Haley in New York, sie werde dem Rat einen Katalog mit härteren Maßnahmen vorlegen. Darüber solle kommenden Montag abgestimmt werden. Angesichts von Anzeichen für einen weiteren Raketenstart Nordkoreas sei höchste Eile geboten.

US-Präsident Donald Trump: Japan und Südkorea sollen aufrüsten

Zugleich meldete sich Donald Trump bei Twitter zu Wort und kündigte an, Japan und Südkorea bei der Anschaffung hochtechnologisierter Waffen unterstützen zu wollen. Nach Informationen der “Bild” sei Trump für ein Rüstungsabkommen in Milliardenhöhe bereit, um den Druck auf Nordkorea zu erhöhen. Entsprechende Absprachen soll der US-Präsident in einem Telefonat mit Südkoreas Präsident Moon Jae getroffen haben.