/US-Heimatschutzministerium unterrichtet Bundesstaaten über Hackerangriffe zur Wahl 2016

US-Heimatschutzministerium unterrichtet Bundesstaaten über Hackerangriffe zur Wahl 2016

US-Heimatschutzministerium unterrichtet Bundesstaaten über Hackerangriffe zur Wahl 2016


Jürgen Seeger

Von Angriffen nichts bekannt: Wahlcomputer in Indien

(Bild:  gemeinfrei, by Sreejith K (talk))

In 21 Bundesstaaten sollen russische Hacker versucht haben, während der Wahl 2016 in wahlrelevante Computersysteme einzudringen.

Knapp ein Jahr nach der letzten US-Wahl hat das Department of Homeland Security (DHS, aka Heimatschutzministerium) alle 50 amerikanischen Bundesstaaten darüber unterrichtet, ob ihre computergestützten Wahlsysteme damals Ziel russischer Hackerangriffe gewesen sind. Das war, so berichtet die Washington Post, in 21 Staaten der Fall.

Nicht immer waren die Einbruchsversuche, die das DHS russischen Regierungskreisen zuordnet, erfolgreich. In nur “einer Handvoll” Staaten sei in die Computersysteme tatsächlich eingebrochen worden, allerdings nicht in die Wahlcomputer zur Auszählung der Stimmen.

Die Veröffentlichung des Heimatschutzministeriums erfolgte nach massiver Kritik über die Dauer der Untersuchung. Nun will man sich darauf konzentrieren, die Computersysteme zu den Mid-term Elections im November 2018 sicherer zu machen.

Unsichere Software auch bei deutscher Bundestagswahl

In Deutschland dauert derweil die Debatte um das Programm PC-Wahl an. Sicherheitsexperten vom Chaos Computer Club hatten demonstriert, dass die seit Jahren eingesetzte Software zur Auszählung der Stimmen extrem unsicher ist. Dies ist auch, so stellte sich anschließend heraus, den zuständigen Behörden seit Monaten bekannt.

Auch die FTP-Server, auf die viele Wahllokale die Ergebnisse hochladen, seien unsicher und ebenso die Übertragungskanäle. Die Wahlleiter sind darum angehalten, so c’t in Ausgabe 20/2017, die Übermittlung der Wahldaten auf zusätzlichen Wegen – etwa per Telefon – abzusichern.


(js)