/Trump schlägt neuen NASA-Chef vor: Kritik an Wahl eines “Politikers”

Trump schlägt neuen NASA-Chef vor: Kritik an Wahl eines “Politikers”

Trump schlägt neuen NASA-Chef vor: Kritik an Wahl eines “Politikers”


Martin Holland


Jim Bridenstine

(Bild: United States Congress)

Erstmals soll ein gewählten Politiker Chef der Weltraumagentur NASA werden. Widerstand deutet sich bereits an, aber es ist unklar, wie stark der sein wird. Der Nominierte unterstützt die stärkere Einbeziehung privater Firmen in die Raumfahrt.

US-Präsident Donald Trump will, dass der Kongressabgeordnete Jim Bridenstine neuer NASA-Chef wird. Wie das Weiße Haus offiziell bekanntgab, soll der republikanische Abgeordnete im Repräsentantenhaus die Nachfolge von Charles Bolden übernehmen, der kurz nach Amtsantritt von Donald Trump seinen Posten verlassen hat. Der Vorschlag geht nun an den Senat, der dem zustimmen muss. Obwohl Trumps Republikaner dort über eine Mehrheit verfügen, scheint die Bestätigung aber keine ausgemachte Sache. Gegenüber Politico haben die Vertreter Floridas im Senat – Marco Rubio (Republikaner) und Bill Nelson (Demokrat) – trotz unterschiedlicher Parteizugehörigkeit, die Wahl des “Politikers” kritisiert. Die NASA hat mit dem Kennedy Space Center ihren wichtigsten Weltraumbahnhof in dem Bundesstaat. Ein Weltraumexperte sollte die NASA leiten, kein Politiker, fordert demnach Nelson.

Zweifel am Klimawandel

Wie die New York Times zusammenfasst, hat Bridenstine sein Interesse am Weltraum – er sitzt im Ausschuss für Wissenschaft, Weltraum und Technologie – einmal damit begründet, dass seine Wähler in Oklahoma von Tornados getötet werden. Erdbeobachtung mit Satelliten müsse Abhilfe schaffen. Bridenstine ist demnach außerdem ein entschiedener Befürworter privat finanzierter Raumfahrt, vorangetrieben von Unternehmen wie SpaceX und Blue Origin. Außerdem zieht er eine Rückkehr zum Mond dem direkten Flug zum Mars vor. Nur so könne die US-amerikanische Vorherrschaft im Weltraum gesichert werden, erklärte er Ende 2016. Im Bezug auf den Klimawandel hatte er vor Jahren seine Zweifel angemeldet, dass der existiert und dass die Menschheit dafür verantwortlich ist.


(mho)