/Tod von John Hillerman Die Autos von “Magnum” Die Autos der Kultserie “Magnum”

Tod von John Hillerman Die Autos von “Magnum” Die Autos der Kultserie “Magnum”

— 10.11.2017

Die Autos der Kultserie “Magnum”

US-Schauspieler John Hillerman war der heimliche Star der TV-Serie “Magnum”. Jetzt starb “Higgins” im Alter von 84 Jahren. Blick auf die coolen Autos der Kultserie.

Hausverwalter oder reicher Gönner? Die Frage nach Higgins (r.) wurde bei “Magnum” nie beantwortet.

“Higgins” ist tot! In der 80er-Jahre-Krimiserie “Magnum” über den gleichnamigen Privatdetektiv (gespielt von Tom Selleck) auf Hawaii mimte US-Schauspieler John Hillerman den versnobten britischen Hausverwalter Jonathan Higgins. Mit der Rolle gewann er eine Emmy-Trophäe und einen Golden Globe. Der Schauspieler wirkte außerdem in einigen Spielfilmen mit, etwa für Roman Polanski in “Chinatown” oder in der Komödie “Der wilde wilde Westen”. Hillerman starb am 9. November 2017 in seinem Haus im texanischen Houston. Er wurde 84 Jahre alt. Für Fans ist das besonders traurig, denn Hillermans Charakter war so etwas wie der heimliche Star der Kult-Serie. So wurde etwa nie ganz aufgeklärt, ob nicht Hausverwalter Higgins in Wahrheit der reiche Gönner Robin Masters, der aber nie selber aufrat, hinter Privatdetektiv “Magnum” war.

“Magnum”-Ferrari findet reichen Fan

Typisch 80er-Jahre: Klappscheinwerfer und 14-Zoll-Räder, ein Prachtstück!

Im Januar 2017 wurde das wichtigste Magnum-Auto versteigert, der Ferrari 308 GTS Quattrovalvole aus der TV-Serie: das Filmauto, in dem Tom Selleck als “Magnum” in den 80er-Jahren über deutsche TV-Bildschirme flimmerte. Bei Bonhams fiel der Hammer für den roten Targa bei 181.500 Dollar (170.000 Euro). Normalerweise wechseln 308 GTS für unter 100.000 Euro den Besitzer. Doch der Bieter wollte das originale TV-Auto, mit dem die Serie zwischen 1984 und 1985 gedreht wurde, und legte dafür ordentlich Geld auf den Tisch. Der 308 GTS hatte erst knapp 60.000 Kilometer auf der Uhr, im Heck der 3,0-Liter-V8 mit etwa 240 PS. 

So fährt sich der Ferrari 308 GTSi

Magnums Kennzeichen: Der rote Ferrari 308 GTS gehörte zum Fernsehdetektiv wie Schnauzer und Brusthaar.

Auf der Stoppuhr mag es nach gemütlichem Trab aussehen, doch am Steuer steigt der Puls beim Beschleunigen. Heiser steigert sich die Achtzylinder-Arie des 308 zum furiosen Crescendo, unterbrochen vom metallischen “Klack-klack” des Schaltknaufs, der mit Nachdruck durch die offene Kulisse geschoben werden will. Kurven seziert der Ferrari neutral bis untersteuernd, saugt sich dabei förmlich an der Straße fest. Das “cavallino” will mit harter Hand gezügelt werden. Die Kupplung verlangt stramme Waden, die servofreie Lenkung einen gut trainierten Bizeps. Männerauto nannte man das damals. Im 308 GTSi fährt stets ein Hauch von 24-Stunden-Rennen mit. Heute, im reifen Alter, mag man dem Roten den Ritt auf der Rasierklinge nicht mehr zumuten – auch, weil Ausflüge ans Limit wegen des giftigen Mittelmotor-Charakters rasch in Überholmanövern des eigenen Hecks und damit im Graben enden können. Lieber genießt man das detailverliebte Pininfarina-Design, cruist mit offenem Dach und Adriano Celentano im Kassettendeck Richtung Gelato-Diele oder macht bei einer Feierabendrunde die L 324 zwischen Obersteimel und Dreschhausen im Kopf-Kino zur Küstenstraße von Oahu.

Technische Daten des Ferrari 308 GTSi und Historie

Der italienische Klassiker galt in den 80ern als Auto für harte Männer. Heute macht er auch mal eine entspannte Feierabendrunde mit.

Der 1975 zunächst als geschlossener GTB vorgestellte Ferrari 308 basierte auf dem für die neue Pininfarina-Karosserie modifizierten Gitterohrrahmen-Fahrgestell des 308 GT4. Dessen 2+2-Sitzer-Konzept gab Ferrari auf, sodass der Radstand wieder auf die 2340 Millimeter des Vorgängers Dino 246 schrumpfen konnte. 1977 gab die Targa-Version GTS auf der IAA ihr Debüt. Markenzeichen sind die unter schwarzen Lamellen verborgenen hinteren Dreieckfenster. Im Gegensatz zum anfangs aus Fiberglas (“Resina”) gefertigten GTB besitzen alle GTS eine Stahlkarosserie – auch weil viele in die USA gingen, wo die Kunststoffbauweise an Sicherheitsvorschriften scheiterte. 1980 endete die Vergaser-Ära. Statt 255 PS leisten die von einer Bosch-K-Jetronic versorgten Einspritzer nun nur noch 215 PS. Für Italien gab es einen hubraumreduzierten 208 als Tribut an die dortigen Steuergesetze. 1984 erstarkte der 308 dank Vierventiltechnik (“Quattrovalvole”) wieder auf 240 PS, erreichte sein ursprüngliches Leistungsniveau aber bis zur Übergabe an den formal sehr ähnlichen, aber weniger filigranen 328 nicht mehr. Von den insgesamt 12.149 bis 1985 gebauten 308 besaßen 4968 den GTS-Aufbau. Hier kommen Fotos der “Magnum”-Autos!