/Tiefer Sumpf! Straffällige Anwärter, Frauenhass und organisiertes Verbrechen

Tiefer Sumpf! Straffällige Anwärter, Frauenhass und organisiertes Verbrechen

Der Vorwurf gravierender Missstände an der Berliner Polizeiakademie beschäftigt an diesem Mittwoch das Abgeordnetenhaus: Der Innenausschuss des Parlaments werde dann zu einer Sondersitzung zusammenkommen, teilte die CDU-Fraktion am Montag mit.

Polizeischüler mit Migrationshintergrund besonders problematisch

“Die anonymen Berichte aus dem Inneren der Polizeiakademie erfordern eine sofortige umfassende Aufklärung durch das Abgeordnetenhaus”, erklärte der innenpolitische Sprecher der Fraktion, Burkard Dregger. “Wir erwarten vom Innensenator, dass er die Durchsetzung von Disziplin ebenso ernst nimmt wie die Abwehr jeglicher Versuche der organisierten Kriminalität, unsere Polizei zu infiltrieren.”

Anonymen Hinweisen zufolge soll es an der Schule, die den Nachwuchs der Hauptstadt-Polizei ausbildet, disziplinarische Probleme und Gewalt insbesondere bei Schülern mit Migrationshintergrund geben. Derzeit werden dort laut Polizei rund 1200 junge Menschen ausgebildet, etwa 40 Prozent haben ausländische Wurzeln. Einige Anwärter seien zuvor straffällig geworden, räumte die Behörde ein.

Polizeianwärter hat Kontakte zu kriminellem Clan

Wie der “Focus” schreibt, soll es sich bei den Vorwürfen auch um Kontakte zum organisierten Verbrechen handeln. Nach Informationen des “rbb” soll mindestens ein Polizeischüler Kontakt zu einem Motorradclub und einem bekannten libanesischen Clan haben. Der Motorrad-Club ist in der Szene eindeutig der organisierten Kriminalität zuzuordnen. Bei einer Razzia soll sich der Anwärter auch gegen die Polizeibeamten gestellt haben.

Eine Sprachnachricht hat die Misstände an der Polizeiakademie an die Öffentlichkeit gebracht. Darin wurden unter anderem mangelnder Respekt untereinander, Lernverweigerung der Schüler und auch sprachliche Hürden bekannt. Einige der angehenden Polizisten sollen sogar Nachhilfeunterricht bekommen, um der deutschen Sprache mächtig zu werden. Frauen als Vorgesetzte würden nicht akzeptiert.

Opposition verlangt vollständige Aufklärung

Die Sondersitzung des Ausschusses wurde von den Oppositionsfraktionen CDU, AfD und FDP gemeinsam beantragt. Es ist davon auszugehen, dass Innensenator Andreas Geisel (SPD) teilnimmt. Er hatte in der Vorwoche eine Aufklärung aller Vorwürfe gefordert, aber auch vor vorschnellen Urteilen gewarnt und sich grundsätzlich vor die Polizei gestellt.

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koj/news.de/dpa