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Test: Nokia 5 (Handy) im Test

Fazit vom 28.07.2017

Das Nokia 5 hat in unserem Test einen schweren Stand. Zwar gefällt uns die Verarbeitung und Haptik des günstigen Android-Smartphones sehr gut, doch die mittelmäßige Fotoqualität und eher magere Ausstattung verwehren dem Gerät eine gute Platzierung in unserer Handy-Bestenliste. Da Nokia verspricht, rund zwei Jahre lang Updates auszuliefern, ist es unter Sicherheitsaspekten trotzdem einen Blick wert.

Vorteile
Handlich
Helles Display
Regelmäßige Android-Updates
Nachteile
Digicam nur mittelmäßig
Sehr lange Ladezeit
Ausstattung könnte besser sein


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Nokia 5 im Test: Look & Feel stimmen

Das Nokia 5 sieht gut aus und liegt angenehm in der Hand. Wie beim größeren Nokia 6 gibt es auch hier einen Alu-Unibody, der allerdings abgerundete Ränder hat. Das gefällt vielen in der Redaktion besser als die Kantigkeit des Nokia 6. Der 5,2 Zoll Screen bietet ausreichend Bildfläche für den täglichen Einsatz – wenn der Medienkonsum allerdings oberste Priorität einnimmt, dann bieten Smartphones mit 5,5 Zoll oder mehr das Quäntchen Extra. Das sogenannte 2.5D-Glas des Nokia 5 ist an den Rändern minimal Richtung Gehäuserahmen gebogen, was stylisch aussieht und sich gut anfühlt.

Das Nokia 5 liegt sehr gut in der Hand.

Display hat nur HD-Auflösung

Ein bisschen stören wir uns an der Detaildarstellung des Nokia 5 – denn der Screen löst Inhalte nur in HD mit 720 x 1.280 Pixel auf. Wer darauf achtet, sieht das. Buchstabenränder zeigen zum Beispiel eine leichte Treppchenbildung. Da der Screen mit 589 cd/m² sehr hell strahlt und sich sonnentauglich zeigt, bekommt er trotzdem noch eine sehr gute Wertung im Test.

Die Verarbeitung unseres Testexemplares war übrigens nicht perfekt: Wenn man vom linken Rand auf den Screen wischt (wie bei Android oft erforderlich), spürt man einen kleinen Spaltmaß beziehungsweise einen etwas schärferen Übergang. Auf der rechten Seite ist das Display hingegen perfekt ins Gehäuse eingelassen.

Das Display strahlt hell und macht einen guten Eindruck. Die Auflösung könnte aber höher sein.

Fotoqualität nur mittelmäßig

In unserem Labor schneidet die 13-Megapixel-Digicam des Nokia 5 nicht besonders gut ab. Die Messung bescheinigt dem Handy zwar eine insgesamt hohe Bildschärfe, bei unserem Modell sind Elemente im Bildbereich links unten jedoch unscharf. Den Effekt sieht man bereits bei gutem Licht – die übrigen Bildbereiche machen aber einen guten Eindruck.

Dämmerlicht verstärkt die ungewollte Unschärfe. Das Motiv sieht dann verwaschen und etwas zu dunkel aus. Bei schlechtem Licht fällt zudem Rauschen auf, und der Weichzeichner eliminiert Texturen. Ein optischer Bildstabilisator, der Verwackler minimiert und in der Regel für bessere Bildqualität bei schlechtem Licht führt, fehlt dem Handy. Video lassen sich übrigens in Full HD filmen, aber maximal mit 30 Bildern pro Sekunde.

Die Fotoqualität ist in Ordnung. Der linke untere Bereich ist aber unscharf. Bei Dämmerlicht verstärkt sich dieser Effekt.

Performance ist in Ordnung

In dem Nokia 5 steckt der gleiche Mittelklasse-Prozessor, der auch im Nokia 6 zum Einsatz kommt: ein Snapdragon 430 mit acht Kernen und maximal 1,4 GHz Taktfrequenz. Die Performance des kleineren Modells gefällt uns aber etwas besser, was vermutlich der niedrigeren Auflösung geschuldet ist. Schnelles Scrollen klappt zwar auch hier nicht komplett verzögerungsfrei, geht aber in Ordnung. Im Test irritierte uns jedoch teilweise die im Vergleich zu schnelleren Smartphones etwas träge Reaktion des Screens auf Eingaben.

Um das schnelle und trotzdem sichere Entsperren zu gewährleisten, bringt das Nokia 5 einen Fingerabdruckscanner mit. Der arbeitete soweit zuverlässig, könnte aber ebenfalls noch einen Tick flotter sein.

High-End-Geräte scrollen flüssiger – die Performance ist aber insgesamt akzeptabel.

Gute Akkulaufzeit, mäßige Ausstattung

In unserem Akkutest, der die Online-Laufzeit mit eingeschaltetem Display in Misch-Szenarien unter die Lupe nimmt, hält das Nokia 5 gute 9:23 Stunden durch. Langläufer schaffen in diesem Test 12 bis fast 14 Stunden – Nokia hält aber ganz gut mit, dafür dass es mit 3.000 mAh keinen exorbitant großen Akku hat. Leider fehlt dem Smartphone Schnellladetechnik (obwohl der System on Chip theoretisch QuickCharge beherrscht). Das resultiert in einer sehr langen Ladezeit von 3 Stunden 15 Minuten. Ein modernes Smartphone sollte eher um die 90 Minuten benötigen. Kabellos lässt sich das Nokia 5 übrigens nicht laden.

Den internen Speicher können Nutzer effektiv mit rund 9 Gigabyte Daten füllen. Das ist eher karg. Durch den Speicherkarten-Slot nimmt das Smartphone aber Micro-SD-Karten auf. Der Kauf einer Speichererweiterung ist hier fast schon Pflicht. Gut finden wir, dass unser Testmodell Dual-SIM-fähig ist. Sonst hat die Ausstattung nicht sehr viel zu bieten. LTE geht nur bis 150 Mbit pro Sekunde, es gibt keinen Schutz vor Wasserschäden und auch eine Status-LED, um verpasste Nachrichten anzuzeigen, fehlt.

Die Alu-Rückseite wirkt hochwertig – man sieht auf ihr aber Fettflecken.

Natives Android 7 mit Update-Versprechen

Ein Lichtblick ist hingegen das schlanke und nahezu native Android-7-System, das ohne veränderte Benutzeroberfläche kommt. Da Nokia eng mit Google zusammenarbeitet und das System weitestgehend unverändert lässt, kann der Hersteller regelmäßige Sicherheits- und Hauptversionsupdates für vermutlich rund zwei Jahre nach Release versprechen. Das ist insbesondere unter Sicherheitsaspekten ein Mehrwert, der in unsere Benotung allerdings nicht einfließt, weil wir Herstellerversprechen nicht bewerten. Gegenüber gleichpreisigen Smartphones mit schlechtem Support hat das Nokia 5 hier aber einen Vorteil – sofern der Hersteller seinen Ambitionen treu bleibt.

Nokia installiert ein praktisch natives Android 7 und verspricht regelmäßige Updates.

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