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Test: Netatmo Heizkörperthermostat (Starterpaket)

Fazit

Die Heizkörperthermostate von Netatmo sehen nicht nur extrem schick aus, sie lassen sich im Test auch sehr einfach einrichten und bedienen. Auch die manuelle Steuerung klappt problemlos. Netatmo unterstützt zudem Siri beziehungsweise Apple HomeKit – eine Amazon-Alexa-Steuerung soll demnächst folgen. Das Ändern der Heizzonen könnte allerdings benutzerfreundlicher sein – und der Batteriedeckel ist umständlich zu öffnen.

Vorteile
tolles Design
Schnelle Einrichtung und Bedienung…
HomeKit-kompatibel (Alexa soll folgen)
Temperaturregelung am Gerät selbst
Nachteile
Batteriedeckel lässt sich umständlich öffnen
… aber Änderung der Heizzonen etwas umständlich

Stylische Heizkörperthermostate von Netatmo

Smarte Heizkörperthermostate halten Einzug in immer mehr Wohnungen. Allerdings wachsen die Erwartungen an so einem Regler: Genügte es vor ein oder zwei Jahren noch, den Regler automatisiert laufen zu lassen oder per Smartphone zu steuern, sollten moderne Thermostate auch per Sprache bedienbar sein, etwa per Siri (Apple HomeKit), Amazon Alexa oder Google Assistant beziehungsweise Google Home. Zudem gibt es mittlerweile so viele Regler, dass man dem Kunden auch optisch einiges bieten sollte, um sich von der Konkurrenz abzuheben – der Baumarktlook im Billig-Plastikgehäuse hat ausgedient.

Die Heizkörperthermostate von Netatmo wollen all das bieten. Ein Neuling auf dem Gebiet ist der Hersteller nicht: Mit dem “Smart Thermostat” hat Netatmo bereits eine Steuerung für Heizkessel im Angebot. Zudem gibt es Kamerasysteme und andere smarte Gadgets aus dem Hause. Der erste Blick ist vielversprechend: Die Thermostate sehen extrem schick aus und lassen sich mit einem Farbring zum Aufkleben optisch noch leicht anpassen. Das Einsteigerset, bestehend aus zwei Thermostate und einem Gateway, kostet rund 199 Euro (bei Amazon ansehen). Jedes weitere Thermostat kostet knapp 80 Euro.

Installation und Einrichtung

Die Inbetriebnahme der Netatmo-Heizkörperthermostate gestaltet sich denkbar einfach: Man schraubt den alten Regler ab, wählt aus dem Zubehör einen passenden Adapter und schraubt stattdessen den neuen Netatmo-Regler auf das Ventil. Für die nötige Energie sorgen je zwei AA-Batterien, die ebenfalls im Lieferumfang enthalten sind. Das Einsetzen beziehungsweise das Wechseln der Batterien gestaltet sich aber umständlicher als es sein müsste. Mit einer  Linksdrehung und einem leichten Druck lässt sich die vordere Kappe abnehmen, oder genauer: sollte sich abnehmen lassen. Denn der Deckel liegt plan auf, so dass man keinerlei Möglichkeit hat, diesen richtig zu greifen. Erschwerend kommt hinzu, dass der Deckel unter Spannung steht, sobald die Batterien im Thermostat stecken und die Kanten unangenehm in die Finger schneiden. Das hätte man besser lösen können.

Gut durchdacht ist hingegen wieder die Temperaturregelung am Gerät selbst: Im Gegensatz zu vielen anderen Thermostaten, die hier entweder Knöpfe oder einen klassischen Drehring bieten, genügt es beim Netatmo-Thermostat, den Regler leicht nach links oder rechts zu ziehen, um die Temperatur in 0,5-Grad-Schritten zu ändern.  

Die Netatmo-App

Neben dem Regler selbst ist noch die entsprechende App für Android oder iOS nötig, um das Thermostat in Betrieb nehmen zu können. Nach einer kostenlosen Registrierung und Anmeldung, startet auch schon die Einrichtung, die dank der Schritt-für-Schritt-Anweisung ebenfalls keine Fragen aufwerfen sollte. Insgesamt dauert die Einrichtung – vom Auspacken bis zur fertigen Installation – daher kaum mehr als 10 Minuten. 

Die App bietet diverse Modi an: Man kann die Heizkörperthermostate entweder manuell steuern oder ein Heizprofil nutzen – wobei auch hier mehrere zur Verfügung stehen und eigene angelegt werden können. Voreingestellt sind unter anderem “Frostwächter”, “Abwesend”, “Komfort” und “Eco”, so dass man die Heizung schnell der jeweiligen Situation anpassen kann. Wer möchte, erstellt auch einfach einen neuen Modus. Etwas umständlich ist allerdings die Einrichtung unterschiedlicher Heizpläne für die einzelnen Räume, da man sich hier durch mehrere Menüs hangeln muss, bis man zur richtigen Option kommt. Das ist allerdings verschmerzbar, da man umfassende Änderungen im Idealfall ohnehin nur einmalig vornimmt. Davon ab ist die App schick und übersichtlich aufgebaut.

Smart-Home-Features

Wer sich smarte Thermostate kauft, möchte diese unter anderem auch in ein bestehendes Smart Home integrieren oder mit diesen eines aufbauen. Beides ist mit den Netatmo-Thermostaten nicht ohne Weiteres möglich. Erweiterungen wie Fensterkontakte bietet Netatmo nicht an, und die Integration in ein anderes System ist nur möglich, wenn die Hersteller die Regler in ihr Smart Home implementieren.

Es gibt aber ein paar Workarounds: Netatmo unterstützt den Netzdienst IFTT und Apple HomeKit. Wenn Sie eines der beiden Dienste nutzen, können Sie die Thermostate also darüber in ihr Smart Home integrieren. Künftig soll auch Amazon Alexa unterstützt werden, so dass der smarte Echo-Lautsprecher als Zentrale dienen kann.

Manuel Schreiber

Manuel Schreiber

Für das CHIP Magazin schrieb Manuel Schreiber lange über Smartphones und Linux-Systeme, testete Software und vieles mehr. Heute verfolgt der stellvertretende Chefredakteur der Test und Kaufberatung bei CHIP den Smart Home-Trend.

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