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Test: Logitech Powerplay (Mauspad)

Logitech Powerplay im Praxis-Test

Das Prinzip von Powerplay ist vergleichsweise simpel: Grundlage für die Technik ist ein spezielles Mauspad, das per USB-Kabel mit dem Rechner verbunden wird und daher Strom bezieht. Ein großer Teil der Oberfläche (gesamt: 32 x 27,5 cm) verfügt über Induktionsspulen, die zum kabellosen Aufladen genutzt werden. Darauf platzieren wir eine der beiden mitgelieferten Oberflächen – entweder Hartplastik oder Stoff, je nach persönlicher Präferenz. Links oben befindet sich der Wireless-Receiver samt USB-Anschluss, der einerseits den kabellosen Betrieb der Maus an sich ermöglicht, andererseits auch das induktive Laden mitbringt. Logitech setzt auf ein proprietäres System, was die Ladung auf hauseigene und speziell kompatibel gemachte Produkte beschränkt. Andere Geräte, wie etwa Smartphones, können wir auf der Matte also leider nicht laden. Aktuell beschränkt sich das unterstützte Sortiment auf die Highend-Maus G903 und das Obere-Mittelklasse-Modell G703. Setzt sich das System durch, erwarten wir aber noch eine Vielzahl weiterer Nager, die via Powerplay unterstützt werden.

In der Praxis und im Alltagseinsatz überzeugt Powerplay. Zum einen ist die Einrichtung kinderleicht: Einfach Pad aufbauen, Oberfläche wählen und den USB-Stecker mit dem Receiver und Rechner verbinden. Danach noch den sogenannten Powercore an die Maus der Wahl – schon läuft der Aufbau. Alles andere passiert automatisch im Hintergrund. Da Logitech sein System so auslegt, dass selbst bei Mausbewegung das Akkuladen weiter läuft, nutzen wir die Maus quasi unendlich lange ohne auch nur jemals ein Kabel direkt mit dem Nager verbinden zu müssen. Powerplay lädt den Akku der Maus bis auf einen Ladestand von 95 Prozent und entlädt dann wieder bis 80 Prozent. Dadurch soll der Verschleiß signifikant reduziert werden. Eine weiße LED am Mauspad-Receiver verrät, ob das Eingabegerät aktuell lädt oder entlädt.

Logitech G903 & 703: Das taugen die Mäuse

Beide aktuell kompatiblen Geräte gehören zu den besten kabellosen Gaming-Mäusen auf dem Markt. Die Logitech G903 ist eine angepasste Version der G900 Chaos Spectrum und schlägt mit rund 160 Euro zu Buche. Wenngleich der Preis extrem hoch ausfällt, bietet sie – neben dem Platz für eine Powercore-Einheit – exzellente Gaming-Performance. Sie liegt gut in der Hand, ist extrem präzise und kann über die kostenlose Logitech Gaming Software bis ins Detail konfiguriert werden. Die Verbindung zwischen Receiver und Maus ist sehr effizient, weshalb die Präzision beim Arbeiten und beim Spielen auf dem Niveau eines kabelgebundenen Modells liegt.

Die Logitech G703 bedient ebenso anspruchsvolle Gamer, verzichtet dabei aber auf einige nette Komfort-Features und kostet derzeit rund 110 Euro. Die größten Unterschiede liegen beim Layout der Maus. Während die G903 durch ihre symmetrische Bauweise und die wechselbaren Daumen-Buttons für Links- und Rechtshänder gleichermaßen geeignet ist, bleibt die G703 nur den Rechtshändern überlassen. Technisch nehmen sich beide Modelle hingegen nichts. Der Lasersensor bietet eine Auflösung bis zu 12.000 dpi, die per Software-Menü in 50-dpi-Schritten justiert werden kann. Der Platz für das Powercore-Modul ist auch an der Unterseite angebracht – die Verbindung zum Receiver ist ebenso exzellent wie bei der G903. Aus Preis-Leistungs-Sicht ist die G703 daher unser Modell der Wahl, sofern Sie Rechtshänder sind.