/Telekom Austria tauft auch ausländische Tochterfirmen “A1”

Telekom Austria tauft auch ausländische Tochterfirmen “A1”

Telekom Austria tauft auch ausländische Tochterfirmen “A1”


Daniel AJ Sokolov

Die Telekom Austria sponsert unter anderem das österreichische Alpin-Ski-Team.

(Bild: Telekom Austria)

Die Telekom Austria Group wird die in Österreich und Slowenien genutzte Marke A1 auch in ihren anderen Märkten einführen. 350 Millionen Euro Markenwerte müssen abgeschrieben werden.

Die Telekom Austria Group (TAG) entschlackt ihre Markenfamilie. Die Hauptmarken in Bulgarien (Mobiltel), Kroatien (Vipnet), Mazedonien (One.VIP), Serbien (Vip mobile) und Weißrussland (Velcom) werden durch “A1” ersetzt. Diese Marke nutzt Telekom Austria bereits im Heimatmarkt Österreich sowie im benachbarten Slowenien.

A1 wurde erstmals 1996 genutzt, und zwar als Produktmarke für das erste österreichische GSM-Netz, das zuvor E-Netz hieß. Daneben bestanden zunächst die analogen Netze C-Netz (NMT) und D-Netz (E-TACS) weiter. 15 Jahre später wurde A1 auch die Marke für das österreichische Festnetz. Vergangenen April wurde das slowenische Tochterunternehmen Si.mobil ebenfalls in A1 umbenannt.

350 Millionen Abschreibungen plus Kosten



Sombrero

Die Telekom Austria Group steht mehrheitlich im Eigentum der mexikanischen América Móvil.

Vergrößern

Bild: Gemeinfrei



Das war die Generalprobe: Nach und nach sollen nun auch die anderen Auslandstöchter in A1 umfirmiert werden. Das hat die TAG am Mittwoch bekannt gegeben. Das Tempo wird je nach Land unterschiedlich sein. Die Telecom Liechtenstein steht nur noch zu 24,9 Prozent im Eigentum der TAG und wird daher nicht umbenannt.

Die Werte der in Zukunft nicht mehr genutzten Marken muss die TAG abschreiben. Das soll über die drei Finanzjahre 2017, 2018 und 2019 erfolgen. Dabei werden die Gewinne in Summe um 350 Millionen Euro gedrückt. Auswirkungen auf das Barvermögen hat das aber keine. Der Großteil dieser Abschreibungen soll bereits im vierten Quartal 2017 und im ersten Quartal 2018 wirksam werden. Dazu kommen aber noch nicht näher bezifferte Millionenaufwendungen für die Markenumstellungen selbst samt begleitender Werbekampagnen.


(ds)