/Taliban drohen USA: “Afghanistan wird euer Friedhof!”

Taliban drohen USA: “Afghanistan wird euer Friedhof!”

Die radikalislamischen Taliban haben als Reaktion auf die neue Afghanistanstrategie von US-Präsident Donald Trump angekündigt, einen “heiligen Krieg bis zum letzten Atemzug” führen zu wollen.

Medienberichte: US-Truppen in Afghanistan sollen um 4.000 Soldaten aufgestockt werden

Donald Trump hatte am frühen Dienstagmorgen in einer Ansprache an die Nation eine Verstärkung des US-Engagements in Afghanistan in Aussicht gestellt. Ein Rückzug der Militärs im Kampf gegen den Terrorismus wurde vom US-Präsidenten entgegen früherer Verlautbarungen kategorisch ausgeschlossen. “Wir werden von nun an nicht mehr sagen, wann wir angreifen, aber wir werden angreifen”, wird Donald Trump zitiert. Allerdings äußerte er sich weder über eine Aufstockung von US-Truppen noch über die Länge des Militäreinsatzes am Hindukusch. US-Medienberichte mutmaßen jedoch, 4.000 weitere Soldaten sollen das US-Kontingent von 8.400 Mann verstärken.

US-Soldaten in Lashkar Gah in der Provinz Helmand (Afghanistan). Die USA werden in der seit 16 Jahre andauernden Militäroperation in Afghanistan ihre Anstrengungen im Kampf gegen den Terrorismus verstärken.
Bild: dpa

Man werde die Taliban daran hindern, Afghanistan zu übernehmen, sagte Trump. Die US-Truppen in Afghanistan erhielten künftig größere Freiheiten, um Terroristen und international agierende kriminelle Netzwerke ins Visier zu nehmen. “Am Ende werden wir gewinnen”, gibt sich Donald Trump siegessicher.

Taliban droht “Dschihad mit Entschlossenheit” fortzusetzen

Talibansprecher Sabiullah Mudschahid schrieb in einer E-Mail an Medien, solange auch nur ein US-Soldat im Land sei, würden die Taliban ihren “Dschihad mit Entschlossenheit” fortsetzen. “Wir werden ihnen (den Soldaten) Angst machen und ihrer Regierung die Realitäten in diesem Land zeigen.” Die Taliban seien nicht kampfesmüde. Sollten die USA nicht abziehen, werde Afghanistan zu ihrem Friedhof werden.

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Nato-Generalsekretär begrüßt Trumps Bekenntnis zu Afghanistaneinsatz

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat das Bekenntnis von US-Präsident Donald Trump zum Kampf gegen die radikalislamischen Taliban in Afghanistan begrüßt. Das Bündnis stehe weiter uneingeschränkt zu dem Land, kommentierte Stoltenberg am Dienstag. Es bleibe das Ziel der Nato, dass Afghanistan nie wieder ein sicherer Rückzugsort für Terroristen werde, die Alliierte oder deren Partner angreifen wollten.

Stoltenberg erinnerte zugleich daran, dass der Afghanistaneinsatz der Nato gestartet worden war, um die USA nach den Anschlägen im September 2001 im Kampf gegen den Terrorismus zu unterstützen. Zudem wie er darauf hin, dass sich in den vergangenen Wochen bereits mehr als 15 Länder dazu bereit erklärt hätten, die Zahl ihrer Truppen für den Afghanistan-Einsatz der Nato noch einmal aufzustocken.

Nach Angaben der Nato sind derzeit etwas 12.400 Soldaten im Einsatz, um afghanische Sicherheitskräfte auszubilden und zu beraten. Angesichts der angespannten Sicherheitslage sollen es im kommenden Jahr eigentlich rund 15.800 werden.

Stoltenberg erklärte am Dienstag ohne Details zu nennen, er werde nun mit US-Verteidigungsminister James Mattis und den anderen internationalen Partnern klären, wie es weitergehe. Mattis deutete eine US-Truppenverstärkung indirekt an, indem er in einer Erklärung sagte, mehrere Verbündete hätten sich “ebenfalls” zur Erhöhung ihrer Truppenstärke bekannt.

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mag/news.de/dpa