/Stretch für x86: Raspberry Pi Desktop für den PC und Mac aktualisiert

Stretch für x86: Raspberry Pi Desktop für den PC und Mac aktualisiert

Stretch für x86: Raspberry Pi Desktop für den PC und Mac aktualisiert


Moritz Förster

(Bild: Raspberry Pi Foundation)

Nach der ARM- erscheint nun die x86-Variante des Raspberry Pi Desktops auf Basis von Debian Stretch. Mit an Bord ist ein Programm, mit dem Nutzer ihre Pi-Clients vom PC aus verwalten können.

Im Rahmen eines Updates haben die Raspbian-Entwickler die x86-Variante ihrer Linux-Distribution – einfach Raspberry Pi Desktop genannt – auf einen Stand mit dem Pi gebracht. Das Betriebssystem basiert nun auch für PCs und Macs erstmals auf Debian Stretch, Pi-Nutzern stand der Sprung von Jessie im August diesen Jahres ins Haus.

Der Pi auf dem x86-Rechner entspricht fast vollständig seinem Raspbian-Bruder, einzig ein paar Programme wie Mathematica sind nicht enthalten. Der hauseigene Desktop ist jedoch derselbe. Entsprechend erhalten beide Varianten des Betriebssystems die Änderungen des Dateimanagers PCManFM – Teil des LXDE-Projekts –, dank der das Programm mit weniger angezeigten Optionen weniger Verwirrung stiften soll. Alle Entscheidungen der Designer können Nutzer in der Ankündigung nachvollziehen, gleichsam lassen sich alle Vereinfachungen mit einem Klick rückgängig machen.

Batteriestands-Anzeige für Laptops

Wer den Raspberry Pi Desktop auf seinem Laptop installiert, wird sich über die Anzeige des Batteriestands freuen. Sie unterstützt außerdem bereits die erste Generation des pi-top. Ab Werk liegt der x86-Ausgabe die Anwendung PiServer bei. Mit ihr lassen sich Raspberry-Pi-Clients zum Beispiel im Klassenzimmer zentral verwalten. Ein zweites Programm dient dem Zugriff auf die GPIO-Pins eines per USB am PC angeschlossenen Pi Zero. Sie kann der Nutzer anschließend in Scratch oder Python verwenden. Optional lassen sich die beiden neuen Programme auch auf einem herkömmlichen Pi installieren.

Weitere Änderungen im Detail beheben in beiden Varianten einige Bugs. Der Raspberry Pi Desktop lässt sich als Live-Distribution starten oder auf der lokalen Festplatte aufsetzen, wobei das Installationsprogramm die letztere komplett überschreibt. Wer von Jessie ein Upgrade durchführen will, muss in den Dateien /etc/apt/sources.list und /etc/apt/sources.list.d/raspi.list Jessie durch Stretch ersetzen und einige Programme manuell installieren; die genauen Befehle können Interessierte in der Ankündigung der Entwickler einsehen.


(fo)