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SSDs mit MultiLink SAS und Dual-Port NVMe

SSDs mit MultiLink SAS und Dual-Port NVMe


Christof Windeck


Toshiba-SSDs PM5 und CM5

(Bild: Toshiba Memory Corporation (TMC))

Toshiba kündigt die SSD-Familie PM5 mit MultiLink SAS und bis zu 30,72 TByte Kapazität an; Toshiba CM5 sowie Intel SSD DC D4500, D4502 und D4600 kommen mit Dual-Port NVMe.

Serial Attached SCSI (SAS) kennt schon seit mehr als zehn Jahren die Option, zwei SAS-Ports gemeinsam zu verwenden. Dieses Dual-Porting lässt sich zur Steigerung der Transferrate nutzen, aber auch für redundante Anbindung eines Speichermediums an zwei Host-Controller, Switches oder SAS Expander. MultiLink SAS hingegen bündelt bis zu vier SAS-Links mit je 12 GBit/s (SAS 12G): Darüber sollen kommende Toshiba-SSDs der Serie PM5 bis zu 3,35 GByte/s beim Lesen, 2,72 GByte/s beim Schreiben und maximal 400.000 IOPS liefern.

Für MultiLink SAS sind SFF-8639-Steckverbinder nötig, die mit vier SAS-Ports beschaltet sind. Diese SFF-8639-Verbinder können aber auch bis zu vier PCIe-3.0-Lanes führen (PCIe 3.0 x4) – dann heißt das Interface U.2. Die Toshiba-SSD CM5 ist das NVMe-Schwestermodell der PM5 und schafft sogar bis zu 800.000 IOPS. Die Kapazität beträgt allerdings maximal 18,36 TByte, während es die CM5 mit bis zu 30,72 TByte geben soll.

Dual-Port NVMe

Die CM5 der Toshiba Memory Corporation (TMC) kann ihr NVMe-Interface in zwei Ports aufspalten: Dual-Port NVMe lässt sich für höhere Performance (Multi Stream) und für redundante Anbindung nutzen. Dual-Port-NVMe-SSDs gibt es auch von anderen Firmen, etwa die Intel DC D3600 und DC D3700 oder auch die Samsung PM1725a.

Intel will auf dem Flash Memory Summit in den nächsten Tagen mehr Details zu Nachfolgern der DC D3600/3700 namens DC D4500, DC D4505 und DC D4600 mit 3D NAND Flash verraten. Außerdem will Intel auch Optane-SSDs mit 3D XPoint statt Flash in Dual-PortNVMe-Versionen bringen.

Persistent Memory Region

Die Toshiba CM5 beherrscht NVMe-over-Fabrics mit den Funktionen Scatter-Gather List (SGL) und Controller Memory Buffer (CMB). Das lässt sich für eine Persistent Memory Region (PMR) nutzen. Dabei können Anwendungen den eingebauten DRAM-Puffer der NVMe-SSD verwenden, etwa fürs Journaling. PMR soll laut Toshiba eine Alternative zum Einsatz von NVDIMMs sein.


(ciw)