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SPD-Kanzlerkandidat Schulz fordert verbindliche Quote für Elektroautos in Europa

SPD-Kanzlerkandidat Schulz fordert verbindliche Quote für Elektroautos in Europa


Andreas Wilkens

Martin Schulz bei Audi in Ingolstadt

(Bild: dpa, Archiv)

“Die deutsche Autoindustrie muss beim Thema Elektroautos deutlich besser werden”, sagte Schulz laut einem Zeitungsbericht. Dabei verwies er auf den US-Konzern Tesla.

Nach dem Skandal um manipulierte Abgaswerte bei Diesel-Fahrzeugen fordert SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz verschärfte gesetzliche Regeln für die Autoindustrie. Außerdem sollen die Emissionsgrenzwerte konsequent kontrolliert werden. “Wir werden der Industrie deutlich mehr Druck machen”, sagte Schulz der Süddeutschen Zeitung. Als Konsequenz aus der Diesel-Affäre schlägt er eine verbindliche Quote für Elektroautos in Europa vor, um der Technik zum Durchbruch zu verhelfen.

Zum Dieselgipfel siehe auch:

“Die deutsche Autoindustrie muss beim Thema Elektroautos deutlich besser werden”, sagte Schulz demnach. Der US-amerikanische Elektroauto-Hersteller Tesla sei hierzulande “viel zu lange belächelt” worden, diese “Hochnäsigkeit” könne sich die deutsche Autoindustrie nicht mehr leisten. Von der Industrie verlangt der Schulz-Plan Investitionen in eine eigene Batterie- und Zellproduktion in Deutschland, um von ausländischen Herstellern unabhängig zu werden.

Diese Forderungen seien Teil eines Fünf-Punkte-Plans zur Zukunft des Automobilstandortes Deutschland, der der Zeitung nach ihren Angaben vorliegt. Darin fordere Schulz auch einen zweiten Dieselgipfel im Herbst, auf dem geprüft werden solle, ob die bisherigen Vorkehrungen gegriffen hätten. Wenn sich zeige, dass diese nicht ausreichen, “müssen technische Umrüstungen her – natürlich auf Kosten der Hersteller”, sagte Schulz laut dem Bericht. Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries fordert ebenso wie Schulz eine E-Quote und einen zweiten Dieselgipfel.


(anw)