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Sony bringt Roboterhund Aibo zurück

(Bild: Sony)

Mit dem elektronischen Hund Aibo war Sony ein Pionier bei Robotern fürs Zuhause. Inmitten hoher Verluste zog der Konzern dann zum Leidwesen vieler Besitzer den Stecker. Doch jetzt gibt es eine neue
Generation.

Sonys Roboterhund Aibo kehrt nach mehr als zehn Jahren zurück. Damit haben sich die Gerüchte der vergangenen Wochen bestätigt. Der japanische Elektronikkonzern stellte am Mittwoch eine neue Version des Roboterhundes vor, die besser mit den Besitzern interagieren könne. So erkenne Aibo nun ihr Lächeln oder lobende Worte und passe dank künstlicher Intelligenz sein Verhalten an die Reaktionen der Menschen an. Dafür greife er auch auf Daten aus der Cloud zurück.

“Schließlich lernt er es, die Zuneigung seiner Besitzer zu erwidern und wenn er sich geliebt fühlt, zeigt er seinerseits noch mehr Liebe und Zuneigung”, verspricht Sony. Man hoffe, dass die Besitzer eine tiefe emotionale Bindung zu ihren Roboterhunden entwickeln.

Die Produktion der ersten Aibo-Versionen hatte Sony 2006 eingestellt. Der Konzern war damals auf Sparkurs wegen massiver Verluste in seinem Geschäft mit Unterhaltungselektronik. Der neue Aibo soll im Januar zunächst in eingeschränkter Stückzahl nur in Japan auf den Markt kommen und 198.000 Yen kosten – umgerechnet 1500 Euro. Ein Abo-Dienst ist erforderlich, damit er lernen kann. Dafür werden noch einmal umgerechnet 2980 Yen (22 Euro) im Monat fällig oder auf einen Schlag 90.000 Yen (680 Euro) für drei Jahre. Für 20.000 Yen pro Jahr (gut 150 Euro) bekommt man außerdem einen Rabatt von 50 Prozent bei Reparaturen und Inspektionen.


Sony

Der neue Aibo soll sich immer besser an seine Besitzer anpassen können.

(Bild: Sony
)

Über den “aibo Store” in der “My aibo”-App können Besitzer ansonsten zusätzliche “Tricks” für ihren Roboterhund kaufen. Über diesen sollen Entwickler zukünftig auch weitere Leistungen anbieten können. Aibo kommuniziert aber auch mit der Cloud, um neue Fähigkeiten zu lernen oder Tricks anderer mit der Cloud verbundener Aibos zu übernehmen. Dafür soll aber zuvor die Einwilligung des Besitzers nötig sein.

Der Roboterhund schießt unter anderem auf Kommando Fotos von seiner Umgebung, zeichnet laut Sony aber ohnehin permanent seine Erlebnisse auf. Fotos und andere “Erinnerungen” können in der “My aibo”-App betrachtet werden. Zudem wurde eine Mapping-Funktion integriert, damit sich Aibo in seiner Umgebung besser zurechtfindet. Sein Spielzeug sollte vorzugsweise die Farbe Pink aufweisen, da er auf diese Signalfarbe programmiert wurde. Außerdem sollen regelmäßig Back-Ups erstellt werden, um bereits trainierte Aibos nach Funktionsstörungen oder Unfällen reaktivieren zu können.

Die Batterie hält laut Sony rund zwei Stunden, danach muss Aibo für drei Stunden an die Steckdose. Der Roboterhund ist rund 2,2 Kilogramm schwer, hat zwei Kameras, schnellen LTE-Datenfunk und kleine OLED-Displays in den Augen, die sie ausdrucksstarker machen sollen.

Quelle: Aibo Japan

(mit Material der dpa) /


(kbe)