/Solarthermie: US-Forscher geben Hoffnung nicht auf

Solarthermie: US-Forscher geben Hoffnung nicht auf

Solarthermie: US-Forscher geben Hoffnung nicht auf

(Bild: Randy Montoya / Sandia)

Bislang sind Großanlagen zur Stromerzeugung mit Solarkonzentratoren kein Erfolg. Die US-Regierung verfolgt nun drei neue Ansätze, die das ändern sollen.

Photovoltaik hat einen entscheidenden Nachteil: Solarzellen produzieren in der Nacht nicht und benötigen Stromzwischenspeicher für sonnenarme Tage. Solarkonzentratoren, bei denen die Sonne Dampf oder einen anderen Wärmespeicher erzeugt, mit dem dann wiederum beliebig Strom produziert werden kann, gelten als interessante Alternative. Viele bisherige Projekte sind allerdings gescheitert, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe (“Solarkonzentratoren: Nur Hitze hilft”).

Nun verfolgt die US-Regierung, wo der Enthusiasmus für die Solarthermie nach wie vor groß ist, drei neue Ansätze, die Technik doch noch wettbewerbsfähig zu machen. Neben einer Lösung mit Keramikpartikeln, die durch konzentrierte Sonnenstrahlen fallen und bis zu 900 Grad Celsius warm werden, sind dies heißer werdende Schmelzsalze sowie superkritisches CO2 in einem Wärmetauschzyklus.

Das US-Energieministerium hatte im September angekündigt, dass es insgesamt 62 Millionen Dollar in ein gutes Dutzend interessanter Projekte stecken will, die diesen drei Methoden folgen. Forscher aus den Sandia-Labors, vom NREL, dem Savannah River National Laboratory sowie Brayton Energy haben gegenüber Technology Review bestätigt, dass sie Gelder aus diesem Topf beantragt haben – entweder als Einzelperson oder als Teams. Konzeptpapiere sollten im November eingereicht werden und die vollständige Bewerbung dann bis Mitte Januar 2018.

Das Problem ist bislang allerdings, dass der Bau und Betrieb von Solarkonzentratoren sehr teuer ist. Ivanpah, eine Anlage in der kalifornischen Mojave-Wüste, kostete 2,2 Milliarden Dollar und nutzt 170.000 Spiegel. Das von BrightSource, NRG und Google erbaute Projekt sorgt bislang für viel Frust. Seit dem Produktionsstart 2014 gab es Probleme mit zu hohen Betriebskosten, geringer Stromausbeute, Feuern und der zuständigen Überwachungsbehörde, die die Anlage schon einmal abschalten lassen wollte.

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(bsc)