/So verhalten Sie sich bei einer Festnahme richtig

So verhalten Sie sich bei einer Festnahme richtig

Deutsche Urlauber sollten in der Türkei vorsichtig sein.
Bild: Fotolia / Boris Stroujko

Türkei-Urlauber müssen noch immer vorsichtig sein. Vom Auswärtigen Amt gibt es aktuell Reise- und Sicherheitshinweise, da die innerpolitische Lage in dem Land am Bosporus weiterhin angespannt ist. Daher rät die Behörde zu erhöhter Vorsicht in dem Land.

Reisewarnungen 2017 aktuell: Auswärtiges Amt rät zur Vorsicht in der Türkei

Das Auswärtige Amt rät daher sowohl Privat- als auch Geschäftspersonen, sich in die Krisenvorsorgeliste der Konsulate und der Botschaft einzutragen. Grund dafür seien die wiederholten Festnahmen Deutscher in der Türkei ohne nachvollziehbaren Grund. Außerdem wurde Deutschen die Einreise in die Türkei an den Flughäfen verweigert.

Doch wie soll man sich verhalten, wenn man in der Türkei als Tourist festgenommen wird? “Man sollte als Erstes nach dem deutschen Konsul fragen”, empfiehlt Christian Rumpf, Experte für türkisches Recht, im Interview mit “Focus Online”. Außerdem solle man Familien und Freunden kontaktieren, damit diese auch aktiv werden. “Es gibt bereits bei der polizeilichen Vernehmung das Recht, einen Anwalt zu konsultieren”, sagt Rumpf weiter.

Lange Wartezeiten in Haft! Informieren Sie Familie und Freunde

Jedoch gebe es ein Problem: Laut Auswärtigem Amt sei Deutschen bei der Festnahme in der Türkei “teilweise der konsularische Zugang entgegen völkerrechtlichen Verpflichtungen verweigert” worden. Auch seien die deutschen Vertretungen im Ausland nicht in jedem Fall rechtzeitig über eine Festnahme informiert worden. Wer nicht gleich am ersten Tag aus der Haft entlassen wird, muss sich auf längere Wartezeiten einstellen. Der Experte sieht den Hauptgrund dafür in der extremen Überlastung der türkischen Gerichte.

Wer in die Türkei reist, sollte im Vorfeld bereits seine Familie und Freunde über die genauen Reisepläne informieren. “Als Angehöriger gilt ebenfalls, dass möglichst schnell mit dem örtlichen deutschen Konsulat Kontakt aufgenommen werden sollte”, erklärt Rumpf gegenüber dem “Focus”.

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bua/loc/news.de