/So manövrierte sich der SPD-Kanzlerkandidat durch die Wählerfragen

So manövrierte sich der SPD-Kanzlerkandidat durch die Wählerfragen

Bei Parteitagen und im Bundestag ist es für Politiker in Deutschland ein Leichtes, große Reden zu schwingen – doch wie verhalten sich die Spitzenkandidaten der Parteien kurz vor der Bundestagswahl 2017, wenn sie mit Wählerinnen und Wählern auf Tuchfühlung gehen müssen? Die ARD hat die Reihe “Wahlarena mit…” ins Leben gerufen und bittet am Montag, dem 18.09.2018, SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz, mit den Bundesbürgern auf Augenhöhe zu kommunizieren.

“Wahlarena mit Martin Schulz” verpasst? Wiederholung online in der ARD-Mediathek und im TV

Wer am Montagabend keine Gelegenheit hatte, “Wahlarena mit Martin Schulz” live im Ersten zu schauen, der kann sich mit einer Wiederholung der Sendung behelfen. Im öffentlich-rechtlichen Free-TV gibt es die Wahlsendung erneut zu folgenden Terminen zu sehen:

  • Montag, 18.09.2017, 21.45 Uhr bei tagesschau24
  • Dienstag, 19.09.2017, 00.45 Uhr bei Phoenix
  • Dienstag, 19.09.2017, 09.30 Uhr bei Phoenix

Wem auch diese Wiederholungen von “Wahlarena mit Martin Schulz” nicht in den Kram passen, der kann sich mit der Wiederholung online behelfen. In der ARD-Mediathek finden Sie in der Rubrik “Sendung verpasst?” den Mitschnitt des Polittalks direkt im Anschluss an die TV-Ausstrahlung zum Abruf.

Schon gelesen? Das fordert die SPD in ihrem aktuellen Wahlprogramm.

Martin Schulz in der “Wahlarena”: Mit mir gibt es Neustart in Pflege in ersten 100 Tagen

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz verspricht für den Fall eines Wahlsiegs seiner Partei einen Kurswechsel in der Pflegepolitik. “Mit mir als Bundeskanzler wird es einen Neustart in der Pflege geben”, sagte Schulz am Montagabend in der ARD-Sendung “Wahlarena”. Dies würde er in den ersten 100 Tagen der neuen Regierung auf den Weg bringen, sicherte der SPD-Chef zu. “Das ist eine Staatsaufgabe Nummer Eins.” Schulz beklagte: “In der Altenpflege wird die Würde des Menschen mit Füßen getreten in vielen Fällen.” Alte Menschen müssten zum Teil in ihren Exkrementen liegen. “Was für ein Skandal.” Das Problem liege nicht bei den Pflegekräften, sondern in strukturellen Mängeln.

Nötig seien mehr Personal in der Pflege, eine bessere Bezahlung der Pflegekräfte und mehr Plätze für Pflegebedürftige. Unter anderem wolle er mindestens 30 Prozent mehr Gehalt für Pflegemitarbeiter in Deutschland. Der Beruf müsse dringend attraktiver werden. Es gebe einen “dramatischen Personalmangel”.

Schulz verspricht im TV schnelle Einführung der Musterfeststellungsklage

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz will im Fall eines Wahlsiegs seiner Partei in den ersten 100 Regierungstagen die Musterfeststellungsklage auf den Weg bringen. Der Union und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) warf er vor, dieses Vorhaben blockiert zu haben. Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) habe schon vor längerer Zeit einen Gesetzentwurf dazu vorbereitet. Der liege jedoch im Kanzleramt, ohne dass sich etwas tue. Wenn Schwarz-Gelb an die Regierung komme, werde daraus erst recht nichts.

Maas hatte Ende 2016 einen Gesetzentwurf für eine sogenannte Musterfeststellungsklage vorgelegt. Sie soll Klagerechte von Verbrauchern gegenüber Unternehmen – etwa geschädigter Diesel-Fahrer gegen den VW-Konzern – stärken. Dabei geht es auch um die Möglichkeit, dass etwa Verbraucherverbände stellvertretend für viele Kunden Schadenersatzansprüche geltend machen können. Maas’ Entwurf liegt seit Dezember auf Eis. Merkel hatte beklagt, es gebe Nachbesserungsbedarf im Entwurf des Justizministers.

Bundestagswahl 2017: SPD-Mann Martin Schulz stellt sich den Fragen der Wähler

Ein offener Dialog ist selten wichtiger als vor Entscheidungen wie der Bundestagswahl 2017 – dessen ist sich auch SPD-Kanzlerkandidat Martin Schmidt bewusst. Immerhin sind es nur noch wenige Tage, bis die Wählerinnen und Wähler zur Wahlurne gebeten werden. Um sich wertvolle Stimmen zu sichern und die Bundesbürger von ihren Wahlprogrammen zu überzeugen, wagen sich Deutschlands Spitzenpolitiker ins Fernsehen.

In der ARD-“Wahlarena” sind es rund 150 Wahlberechtigte, die live in der Kulturwerft in LübeckMartin Schmidt mit Fragen löchern dürfen. Moderiert wird die Sendung von den Journalisten Sonia Seymour Mikich vom WDR und Andreas Cichowicz vom NDR. Die Ausgabe mit Martin Schmidt ist bereits die vierte “Wahlarena” vor der Bundestagswahl 2017, nachdem sich in der vergangenen Woche Bundeskanzlerin Angela Merkel den Fragen der Wähler stellte.

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loc/kns/news.de/dpa