/Sichere Rückkehr von drei ISS-Astro/Kosmonauten – trotz Harvey

Sichere Rückkehr von drei ISS-Astro/Kosmonauten – trotz Harvey

Sichere Rückkehr von drei ISS-Astro/Kosmonauten – trotz Harvey


Andreas Stiller

Wieder auf festem, kasachischen Boden.

(Bild: NASA)

Nur eine Notmannschaft im Johnson Space Center in Houston konnte mithelfen, aber die beiden US-Astronauten und der russische Kosmonaut landeten sicher.

Die am Sonntagmorgen per Sojus-Kapsel MS-04 sicher zur kasachischen Erde zurückgekehrten beiden US-Astronauten Peggy Whitson und Jack Fisher sowie der russische Kosmonaut Fjodor Jurtschichin mussten in den letzten Tagen die Meldung vernehmen: Hier Houston, wir haben ein großes Problem. Denn auch zwei Gebäude des Johnson Space Centers in Houston waren durch Harvey geflutet und darüber hinaus gab es zahlreiche weitere Schäden. Das Center wurde bis zum 5. September geschlossen.

Aber das Mission Control Center blieb betriebsbereit. Viele Mitarbeiter allerdings hatten Probleme, es überhaupt zu erreichen. Eine kleinere Anzahl von “Flight Controllern” kampierte daher vorsichthalber schon mehrere Tage auf dem NASA -Gelände. Sie sorgten neben neben den russischen Kollegen im kasachischen Baikonur für die sichere Rückkehr.



Das Johnson Space Center der NASA in Houston ist nahe am Wasser gebaut, vielleicht zu nah?

Das Johnson Space Center der NASA in Houston ist nahe am Wasser gebaut, vielleicht zu nah?

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Bild: NASA


Für Bordingenieur Fisher war es der erste Raumflug, den er nach 134 Tagen jetzt abschloss. Für ihn war die Belastung durch Harvey besonders groß, denn er wohnt in Houston und Familie und Freunde sind schwer betroffen.

Die aus Iowa stammende 57-jährige Biochemikerin Whitson ist weit erfahrener. Sie war bei dieser Mission laut worldspaceflight 289,58 Tage im Weltraum und mit insgesamt 666,3 Tagen ist sie die bei weitem erfahrenste Astronautin überhaupt, übertrifft damit auch alle männlichen amerikanischen Kollegen. Sie kann so auf Platz 8 in die Phalanx der über zwanzig führenden russischen Kosmonauten eindringen, direkt hinter ihrem mitreisenden russischen Kollegen Fjodor Jurtschichin. An der Spitze und damit im Guinness-Buch der Rekorde steht weiterhin Kosmonaut Gernnardi Padalka mit 878,5 Tagen

Die beiden US-Astronauten sind derweil unterwegs nach Deutschland, werden hier kurz gecheckt und fliegen dann weiter in die USA. Vielleicht bekommt die Rekordfliegerin Whiston ihre sehnsüchtig erwartete Pizza schon in dem Flieger oder spätestens in Deutschland serviert.


(as)