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Selbstfahrende Autos: Lyft startet großes Entwicklungsprogramm

(Bild: Lyft.com)

Lyft steigt nun auch selbst in Forschung und Entwicklung für selbstfahrende Autos ein und verdoppelt dafür seine Belegschaft. Partnerschaften mit anderen Entwicklern möchte Lyft beibehalten und sogar ausbauen.

Vom vernetzten zum autonomen Auto

Rush hour

Das selbstfahrende Auto erlebt eine nahezu wundersame Verwandlung: Von einer verwegenen Idee, mit der sich die Nerds bei Google beschäftigten, zur Vision für die Fortbewegung der nahen Zukunft.

Uber-Konkurrent Lyft schafft mehr als 1500 Arbeitsplätze in einer neuen Abteilung, die Technik für selbstfahrende Autos entwickeln soll. Damit soll sich die Gesamtzahl der Lyft-Mitarbeiter bis Ende 2018 verdoppeln. Das berichtet die Financial Times. Lyft möchte demnach “alle Aspekte” der Auto-Auto-Technik angehen, mit Ausnahme der Fahrzeugfertigung selbst.

Eines Tages sollen fahrerlose Lyft-Wagen langsam und schrittweise eingeflottet werden. Kunden würden dann je nach Ort, Wetterlage und gewünschter Strecke entweder einen Wagen mit oder ohne menschlichem Chauffeur geschickt bekommen. Einen Zeitplan dafür hat die Firma nicht verraten. Schon im Vorfeld sollen herkömmliche Wägen mit Kameras und anderen Sensoren ausgerüstet werden. Damit sollen sie jene sehr detaillierten Straßenkarten anfertigen, auf welche die chauffeurfreien Vehikeln angewiesen sein werden.

Bisher hatte Lyft keine eigenes umfassendes Entwicklungsprogramm, sondern setzte auf Partnerschaften, darunter mit General Motors (GM), der Alphabet-Tochter Waymo und dem in Singapur beheimateten Startup nuTonomy. Lyft glaubt, diese Partnerschaften trotz der neuen Konkurrenzsituation fortführen zu können. Zudem laufen Verhandlungen mit weiteren Autoherstellern über mögliche Kooperationen.


(ds)