/Russland plant zweiten Raketenstart vom Weltraumbahnhof Wostotschny

Russland plant zweiten Raketenstart vom Weltraumbahnhof Wostotschny

Russland plant zweiten Raketenstart vom Weltraumbahnhof Wostotschny

Anderhalb Jahre nach dem ersten Start einer Rakete von dem neuen Weltraumbahnhof im Fernern Osten Russlands soll in Kürze ein weiterer Start folgen.

Die russische Weltraumbehörde Roskosmos hat für übernächsten Dienstag, 28. November, den Start einer Rakete vom Weltraumbahnhof Wostochnyj (östlich) im Fernern Osten des Landes angekündigt. Dies berichtet die staatliche russische Nachrichtenagentur Ria Novosti (Rian). Die Amur-Region (Karte), in der der neu erbaute Weltraumbahnhof liegt, bereite sich auf den Start einer Rakete vom Typ Sojus-2.16 vor, heißt es in dem Bericht. Die Trägerrakete soll einen Vermessungssatelliten vom Typ Meteor-M in den Orbit befördern.


Rian

Raketenstarts vom Kosmodrom Wostotschnyj sollen von vier Punkiten aus für die örtliche Bevölkerung zu beobachten sein.

(Bild: Rian
)

Die Bevölkerung könne den Start von vier Punkten entlang der Verbindungsstraße aus beobachten, die von der Gebietshauptstadt Chabarowsk nach Westen in Richtung Blagoweschtschensk führt, heißt es in dem Bericht. Der Rakenstart hat dort offenbar Volksfestcharakter; es werden Souveniers angeboten, etwa die Nationalspeise Borschtsch in weltraumtauglicher Tubenform.

Bei dem Bau des Weltraumbahnhofs – dem einzigen auf russischem Terretorium – war es immer wieder zu Verzögerungen gekommen. Der erste Start einer Rakete fand am 28. April 2016 in Beisein von Russlands Staatspräsidenten Wladimir Putin statt. Der Start war zunächst wegen eines Ventilfehlers um einen Tag verschoben worden, Putin blieb jedoch vor Ort. Weitere Starts waren für 2016 nicht geplant.

Russland nutzt auch weiterhin parallel das weltberühmte Komodrom Baikonur, von dem auch der erste Satellit Sputnik I und Juri Gagarin als erster Mensch ins Weltall starteten. Allerdings liegt Baikonur in der kassachischen Steppe und daher seit dem Zerfall der Sowjetunion nicht mehr im Hoheitsgebiet der Regierung in Moskau.


(tig)