/Rekord auf dem Nürburgring: Bestzeiten Stelvio QV steigt auf zum SUV-Champ

Rekord auf dem Nürburgring: Bestzeiten Stelvio QV steigt auf zum SUV-Champ

— 29.09.2017

Stelvio QV steigt auf zum SUV-Champ

Alfa Romeo hat sich den Rekord geschnappt! Mit 7.51,7 Minuten holt sich der Stelvio QV den Rekord als das schnellste SUV auf der legendären Nordschleife.

510 PS mobilisiert der Stelvio QV aus seinem 2,9-Liter-Sechszylinder.

Alfa Romeo hat sich den Weltrekord für das schnellste SUV auf der Nordschleife gesichert. Mit dem Stelvio Quadrifoglio gelang Rennfahrer Fabio Francia eine Zeit von 7.51,7 Minuten. Zum Vergleich: Das SUV ist rund acht Sekunden schneller als der alte Porsche Cayenne Turbo S (92A) und 33 Sekunden schneller als der aktuelle Range Rover Sport SVR (8.14 Minuten). Damit ist der Stelvio auf einem Level mit dem aktuellen BMW M4. Wie lange der Rekord hält, bleibt abzuwarten, denn der Urus von Lamborghini steht in den Startlöchern und will sich den Titel holen. Ein weiterer Konkurrent ist sicher auch der neue Porsche Cayenne Turbo, der wie der aktuelle GT3 nur 3,9 Sekunden auf Tempo 100 braucht. Den aktuellen Ring-Rekord für straßenzugelassene Viertürer reklamiert ebenfalls Alfa für sich. Demnach ist die 510 PS starke Giulia Quadrifoglio im September 2016 in 7.32 Minuten um die Nordschleife gefeuert. Am Steuer: Rennfahrer Fabio Francia.

GT2 RS ist der neue King am Ring

Video: Porsche GT2 RS On Board (2017)

On-Board-Rekordfahrt

Der neue Porsche 911 GT2 RS ist mit einer Fabelzeit von 6.47,3 Minuten der neue König der Nordschleife und hält damit den Rekord für straßenzugelassene Supersportwagen. Porsche-Testfahrer Lars Kern und Rennfahrer Nick Tandy haben laut Porsche den bisherigen Rekord des Huracán Performante (6.52 Minuten) auf Anhieb unterboten und mehrere Runden unter 6.50 Minuten absolviert. Der 700 PS starke 911 fuhr nach Angaben aus Zuffenhausen auf seinen serienmäßigen Reifen, den Michelin Pilot Cup 2. Die Durchschnittsgeschwindigkeit auf dem 20,6 Kilometer langen Kurs soll bei rund 184 km/h gelegen haben.

Webber brettert über den Ring

Über die besondere Schnelligkeit des neuen GT2 RS wurde seit Längerem spekuliert. Zuletzt hatte Mark Webber, der ehemalige Formel-1-Rennfahrer, den GT2 RS über den Ring gepeitscht. Er erreichte laut eigener Aussage auf der Döttinger Höhe Tempo 336. Damit wäre der GT2 RS ganze 32 km/h schneller gewesen als der Lamborghini Hurácan Performante. Der Rekordhalter soll dort nur Tempo 304 erreicht haben. Der Lambo ist mit 6.52 Minuten vom Oktober 2016 jetzt die Nummer vier (zwei für straßenzugelassene Supersportwagen) auf der inoffiziellen Rangliste. Er setzt auf aktive Aerodynamik sowie hohe Leistung bei geringem Gewicht und hatte damit einen Porsche 918 Spyder mit 6.57 Minuten (Rang 5) hinter sich gelassen.

Subaru verkündet Topzeit

Aktive Aerodynamik und 600 PS sichern dem Subaru einen neuen Rekord in der grünen Hölle.

Subaru hat nach eigener Aussage einen neuen Rekord für Limousinen auf der Nordschleife des Nürburgrings aufgestellt! 6.57 Minuten geben die Japaner für den WRX STI Type RA NBR Special an. Der 600 PS starke und aerodynamisch extrem optimierte Renner fuhr damit genau so schnell wie der Porsche 918 Spyder. Wer auf dem Ring um Rekorde mitfahren will, der muss mittlerweile unter der Sieben-Minuten-Marke bleiben, um die Konkurrenz zu beeindrucken. Die nächste Limousine ist der Alfa Romeo Giulia QV mit 7.32 Minuten, damit rund 35 Sekunden langsamer als der Subaru. Fakt ist aber, dass der Alfa im Serientrimm fuhr, während der Subaru mit aktiver Aerodynamik, verbesserter Federung sowie leergeräumtem Innenraum und Rallye-Motor unterwegs war. Der Nürburgring führt für die 20,832 Kilometer lange Nordschleife keine offizielle Rangliste. Die Hersteller reklamieren eine Vielzahl von Rekordzeiten – in verschiedenen Kategorien, die von Antriebsart bis zur Zahl der angetriebenen Achsen reicht.

P1 LM knackt Ring-Rekord

Den inoffiziellen Ring-Rekord auf dem Nürburgring hält der 986 PS starke McLaren P1 LM. Er unterbot zuletzt den bisherigen Runden-Rekord für straßentaugliche Rennwagen um zwei Sekunden, berichtete der britische Sportwagen-Spezialist Lanzante Motorsport. Der hatte den Supersportwagen für den Straßenverkehr umgebaut. Bei 6.43,2 Minuten stoppte die Uhr, als Indy-500-Gewinner Kenny Brack den modifizierten McLaren über die Ziellinie steuerte. Fünf Exemplare des für die Rennstrecke gedachten McLaren P1 hat Lanzante für Kunden in den USA, in Japan, in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Großbritannien gebaut.

Nio EP9 mit Traumzeit auf dem Ring

Mit 6.45,90 Minuten hält der Supersportler Nio EP9 laut Hersteller NextEV den zweiten Platz in der Liste der schnellsten Nordschleifenrunden. Damit ist der einen Megawatt starke chinesische Renner (ca. 1360 PS) gleichzeitig das schnellste E-Auto auf dem Nürburgring. Der Nio EP9 ist 313 km/h schnell und beschleunigt in 7,1 Sekunden von auf 200. Rund 1,35 Millionen Euro muss ein Käufer für einen der handverlesenen EP9 der Serie zwei anlegen.

Weitere Ring-Renner: “Stier” und “Godzilla”

Als eine der schnellsten Zeiten für Serienautos auf der Nordschleifen gelten die 6.59,73 Minuten eines weiteren Lamborghini. Ein Lamborghini Aventador 750-4 fuhr am 18. Mai 2015 mit Marco Mapelli hinterm Steuer und 750 PS aus einem 6,5-Liter-V12-Mittelmotor unterm Blech über die Nordschleife. Gleich darauf folgt eine echte Supercar-Legende: der Nissan GT-R Nismo. 550 Serien-PS reichten “Godzilla” am 30. September 2013 für 7.08,679 Minuten, diversen Modifikationen im Motorraum und am Fahrwerk sei Dank. Am Lenkrad saß der GT1-Weltmeister von 2011, Michael Krumm.

Mercedes AMG GT R weit vorne

Nur minimal langsamer war ein Mercedes-AMG GT R. Mit Vierliter-V8-Biturbo, 585 PS und Hinterradantrieb jagte er in 7.10,92 Minuten über die Nordschleife. Ein klasse Einstand für das AMG-Topmodell, allerdings nicht schnell genug, um die Bestmarke in der Kategorie “Serienfahrzeuge mit Straßenzulassung” zu knacken.”>Den Gumpert Apollo Sport steuerte Florian Gruber am 13. August 2009 in genau 7.11,57 Minuten durch die Grüne Hölle. Dadurch ließ ein legendäres US-Car ließ die Top Five hinter sich: Eine Dodge Viper II ACR (2010) mit Dominik Farnbacher und 608 PS an Bord fuhr am 14. September 2011 eine Zeit von 7.12,13 Minuten. Knapp dahinter: Porsche-Testfahrer Lars Kern schaffte Anfang Mai 2017 mit dem 911 GT3 7.12,7 Minuten. Ganz zweifelsfrei ist die Liste der Besten nicht: So kursierten um die $(LC7367717:Corvette Z06 (mit C7-Paket) gleich zwei Gerüchte um Fabelzeiten (7.08,678 Minuten im Juli 2015 und 6.59,13 Minuten im Januar zuvor). Sie wurden jedoch nicht verifiziert.

Laut Honda ein neuer Rekord für Fronttriebler

Auch einige Kompaktsportler reklamieren Ring-Rekorde für sich. Im April 2017 hat ein Civic Type R der kommenden Generation mit 320 PS die Nordschleife in 7.43,08 Minuten umrundet. Um ganze sieben Sekunden habe der neue Civic Type R die Zeit des letzten Type R unterbieten können, so der Hersteller. Schlüssel zum Erfolg: zehn zusätzliche PS, eine verbesserte Aerodynamik und eine neue Multilenker-Hinterachse für mehr Stabilität beim Bremsen. Laut Honda wurde für die Rekordfahrt in den Prototypen mit Serienspezifikationen aus Sicherheitsgründen ein Überrollkäfig eingebaut. Der habe keine Auswirkungen auf die Steifigkeit der Karosserie gehabt, nur zusätzliches Gewicht. Um das zu kompensieren, habe man zeitweise das Infotainment-System und die Rücksitze entfernt.

Volvo V60 Polestar mit geheimer Zeit

Dass der V60 Polestar mit einer Zeit von 7:51,110 ebenfalls kurz den Rekord für Viertürer auf dem Ring innehatte, hat Volvo niemandem erzählt. Nach dem WTCC-Rennen im Mai 2016 blieben die Schweden nach eigenen Angaben einfach ein paar Tage länger zum Testen in der Eifel. Dabei sprang sozusagen “aus Versehen” die Zeit heraus.

Nordschleife: Länge, Touristenfahrten, Preise

Neben Profis mit Werks-Prototypen oder Rennwagen können auch Privatfahrer die Nordschleife des Nürburgrings unter die Räder nehmen. Im Rahmen der Touristenfahrten darf die legendäre Strecke mit dem eigenen Fahrzeug bezwungen werden. Infos dazu sowie Preise finden Sie hier.