/Quantenpunkte versus OLED: High-end-TVs im Test

Quantenpunkte versus OLED: High-end-TVs im Test

Quantenpunkte versus OLED: High-end-TVs im Test


Ulrike Kuhlmann

Samsung verspricht Top-Farben durch Quantenpunkte im QLED-TV. Andere Hersteller setzen auf das satte Schwarz der OLED-Technik. Was die organischen Displays tatsächlich leisten und welches Potenzial in Quantenpunkten steckt, hat c’t untersucht.

Die allermeisten Fernseher nutzen heute LCD-Panels. Im Top-Segment trifft man aber auch Geräte mit organischen Displays. Dass die OLEDs immer stärker in den Markt drängen, hat jüngst die IFA gezeigt: Fast alle großen TV-Hersteller haben in Berlin neue OLED-TVs vorgestellt.

Nur Marktführer Samsung verweigert sich dem Trend und setzt stattdessen auf LCD-Technik mit Nanopartikeln im Backlight. Dieser Kombination spendiert der koreanische Konzern auch gleich ein eigenes Label: QLED-TV. Das klingt arg ähnlich wie OLEDs, ist aber etwas komplett anderes. Was mit Quantenpunkten aktuell möglich ist und welches enorme Potenzial in den winzigen Partikeln nicht nur für Displays steckt, zeigt c’t im Beitrag “Farbenspiele“.

Was macht die OLEDs besonders?

Dem sichtbaren Unterschied zwischen aktuellen Fernsehgeräten mit QLED und OLED geht die Redaktion in einem Vergleichstest nach. Was macht die OLEDs so besonders, warum sind sie immer noch so teuer und was bieten sie mehr – oder weniger – als die QLED-Technik? Im Test traten vier ultrahochauflösende Fernseher von Samsung, LG, Panasonic, Philips und Sony gegeneinander an. Vier nutzen OLED-Displays, der Samsung-Fernseher ein LCD mit Quantenpunkten.



Suchbild: Welches ist das LCD-TV?

Suchbild: Welches ist das LCD-TV, welches ein OLED?

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An der allgemeinen Bildqualität der Top-Geräte gab es wenig auszusetzen, allerdings fiel die blickwinkelabhängige Darstellung des Samsung QE55Q7F auf. Deutlich besser schnitt der Fernseher in puncto Audio-Qualität ab.

Unterschiede zeigten sich auch in der Bedienung: Die Geräte von Philips (55POS9002) und Sony (KD-55A1) mit Android-TV als Betriebssystem waren etwas umständlich zu steuern, LG nutzt beim OLED 55B7 die etwas verspielte WebOS-Oberfläche, Panasonic bevorzugt im TX-55EZW954 das eher schlichte FirefoxOS und Samsung setzt im QE55Q7F auf das übersichtliche Tizen OS.

Alle fünf Geräte beherrschen das HDR-Format HDR10, LG zusätzlich Dolby Vision. Das von Samsung entwickelte HDR10+, wie Dolby Vision ein dynamisches HDR-Format, unterstützt noch keines der Geräte. Alle fünf können herkömmliche SDR-Inhalte HDR-mäßig aufpeppen – im Ergebnis geraten die Farben meist etwas zu fröhlich.

Mehr zu den High-End-Fernsehern und zu den kommenden Ausbaustufen der Quantenpunkte-Technik lesen Sie in c’t 19/17:


(uk)