/Prusa i3 MK3: Mehr Sensoren für weniger Fehldrucke

Prusa i3 MK3: Mehr Sensoren für weniger Fehldrucke

Prusa i3 MK3: Mehr Sensoren für weniger Fehldrucke


Helga Hansen

Von außen sieht er bekannt aus, doch unter der Haube verstecken sich im neuen 3D-Drucker von Prusa gleich einige Funktionen und Sensoren, die häufige Druckprobleme angehen und für weniger Fehldrucke sorgen sollen.

Bisher gilt: Über das Stromkabel gestolpert oder kurz gegen den Tisch gestoßen und der 3D-Druck ist hin. Mit der neuen Version des Open-Source-Druckers von Prusa soll das vorbei sein. Eine Reihe an Sensoren überwachen den Druck des Prusa i3 MK3 und unterbrechen bei Problemen, statt stumpf weiterzudrucken. Je nach Ursache kann er später fortgeführt oder abgebrochen werden. Auch das Motherboard, der Drucktisch und die Y-Achse sind erneuert worden.



Ein 3D-Drucker mit orangenem Filament

Vergrößern

Bild: Prusa



Hardware-Upgrades

Statt einer Druckplatte mit Glasauflage hat der MK3 ein Platte aus Federstahl, die mit dem temperaturbeständigen Kunststoff Polyetherimid beschichtet ist. Beheizt wird sie mit Magneten. Stürzt der Druckkopf auf die Platte, leitet das Metall die Wärme ab und verhindert so Schäden an der Oberfläche. ABS-Drucke sollen auf der Platte auch keine Blasen mehr produzieren. Die Y-Achse besteht nun aus Aluminiumprofilen statt Gewindestangen. Das neue RepRap-kompatible Motherboard heißt Einsy und verfügt über den Schrittmotortreiber Trinamic2130, der mit 256 Schritten besonders leise sein soll. Auch besonders schnelle Drucke oder das Überwachen auf verlorene Schritte seien damit möglich.

Mehr Sensoren

Ein optischer Filamentsensor entdeckt, wenn kein Filament mehr vom Drucker eingezogen wird oder die Düse verstopft ist und lässt den Druck pausieren. Sieht der Sensor neues Filament im Drucker, bietet er automatisch an, die Düse anzuheizen und das Filament zu laden. Ein weiterer Sensor erkennt, wenn die Spannungsversorgung unterbrochen wird und stoppt den Druck. Das Druckbett und Hotend werden abgekühlt, während der Drucker sich seine letzte Position merkt und den Druckkopf vom Druck wegfährt. Schließlich überwachen zwei zusätzliche Temperatursensoren die Elektronik und ergänzen den induktiven Bedleveling-Sensor. Auf der World Maker Faire New York zeigte Prusa einige Funktionen in Aktion.

Vorbestellen jetzt möglich

Das Kit zum Zusammenbau kann ab sofort für 769 Euro plus Versandkosten vorbestellt werden. Die Lieferung erfolgt voraussichtlich ab November. Ein vollständiges Upgrade der existierenden MK2-Drucker ist nicht möglich. Für 185 Euro gibt es aber das magnetische Bett mit Temperatursensor und den neuen Extruder mit Lüfter und Filamentsensor. Wer seinen Drucker bei Prusa gekauft hat, erhält laut der Firma demnächst eine Mail mit einem Rabattgutschein.


(hch)