/Pro-und Anti-Migranten Protestierende sammeln in der deutschen Stadt Cottbus nach einer Flut von Angriffen

Pro-und Anti-Migranten Protestierende sammeln in der deutschen Stadt Cottbus nach einer Flut von Angriffen

Englisch: www.germnews.de/archive/dn/1998/01/15.html Eine Gruppe von rund 600 Demonstranten im deutschen Cottbus, die Akzeptanz und Aufgeschlossenheit forderten, wurde von einer weitaus hoeheren Menschenmenge ueberdimensioniert und unterbewertet Anti-Migranten Demonstranten am Samstag.

Mindestens 2.000 rechtsgerichtete Demonstranten sammelten sich unter dem Banner der rechten Organisation “Zukunft Heimat” (Future Homeland) – eine Gruppe, die nach einer Reihe von Angriffen auf Flüchtlinge seit Beginn des Jahres behauptet, in der ostdeutschen Stadt erfolgreich gewachsen zu sein.

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Anti-Migranten Demonstranten wurden gesehen Banner mit der Aufschrift “Islamisierung ist wie ein Krebsgeschwür und ist die größte Gefahr für die Menschheit” und “Wir rufen den Islam.”

Ein weiteres Zeichen, das “Merkel muss gehen” liest, bezog sich auf die Entscheidung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, während der Flüchtlingskrise 2015 fast eine Million Flüchtlinge in Deutschland zuzulassen. Die Zahl der Neuankömmlinge ist seither dramatisch gesunken.

Refugees and supportive locals march under the motto Live Without Hate in Cottbus (Getty Images/C. Koall)

Der Tag begann mit hunderten von unterstützenden Einheimischen, die unter dem Motto “Live Without Hate” durch Cottbus marschierten.

Das war die zweite Zukunft Heimat marschieren in so vielen Wochen. Nach Angaben der lokalen Behörden wurden am Samstag deutlich mehr als 1.000 bis 2.000 Menschen gezählt, die Mitte Januar an der Kundgebung teilgenommen hatten. Unter den Menschenmassen waren viele Rentner, junge Männer und Frauen und mehrere Rechtsextremisten, teilte die Polizei mit.

Die Polizei berichtete während der Kundgebungen von keinen gewalttätigen Vorfällen, sagte jedoch, dass sechs Anti-Migranten-Demonstranten wegen ungebührlichen Verhaltens gerügt wurden. Ein Mann wurde festgenommen, weil er wiederholt den Hitlergruß geblitzt hatte, eine Geste, die in Deutschland illegal ist.

Am Donnerstag, im Vorfeld des Marsches, Polizei Cottbus verhaftete sechs Mitglieder der rechtsextremen Gemeinschaft für die Verteilung von mit Tränengas gefüllten Flaschen und kontroversen Flugblättern mit dem Logo der rechtsextreme Nationaldemokratische Partei (NPD).

Cottbus ringt mit Gewalt

Cottbus hat seit der Jahreswende nach dem Jahr 2000 unliebsame Schlagzeilen gemacht Reihe von gewaltsamen Angriffen zwischen Einheimischen und Flüchtlingen .

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Am Silvesterabend griff eine Gruppe von Einheimischen einen Zufluchtsort für Migranten an. Später im Januar wurde ein junger syrischer Flüchtling verhaftet, nachdem er ein Ehepaar vor einem Einkaufszentrum angegriffen hatte, während eine 18-jährige Frau nach einer Auseinandersetzung mit einem syrischen Mann auf einer Party, in der sie angeblich geschrien hatte, in Polizeigewahrsam genommen wurde “Ausländer raus!”

Die jüngste Welle der Gewalt veranlasste den brandenburgischen Innenminister Karl-Heinz Schröter Mitte Januar, die Aufnahme von Flüchtlingen nach Cottbus bis auf weiteres zu verschieben. Schröter sagte, die Maßnahme sei notwendig, um die Spannungen in der Stadt zu lindern. “Sonst wird das Klima nur noch schlimmer werden”, sagte er.

dm / ng (AFP, dpa)