/Porsche 911 GT3 Touring-Paket (2017): Test, Preis, Spoiler, Motor Alle Infos zum GT3 Touring-Paket

Porsche 911 GT3 Touring-Paket (2017): Test, Preis, Spoiler, Motor Alle Infos zum GT3 Touring-Paket

— 13.09.2017

Alle Infos zum GT3 Touring-Paket

500 PS, Handschaltung, eine spoilerlose Silhouette – Porsche macht das GT3-Facelift auf Wunsch zum 911 R-Nachfolger. Alle Infos plus Sitzprobe!

Vorstellung : GT3 mit eleganter Silhouette
Interieur: Leder statt Alcantara (UPDATE!)
Connectivity: Alles wie beim normalen GT3
Motor und Preis: 500 PS und Handschaltung – kein PDK
Technische Daten: 316 km/h Topspeed

Vorstellung: GT3 mit eleganter Silhouette

Spoiler unerwünscht? Dann weg damit. Porsche präsentiert auf der IAA (14. Bis 24. September 2017) für den frisch gelifteten 911 GT3 das Touring-Paket. Hinter dieser, Porsche-Fans vom 2.7 RS (1973) wohlbekannten Bezeichnung verbirgt sich hauptsächlich das Weglassen des feststehenden Heckspoilers, so dass der 911 GT3 optisch quasi zum 911 R mutiert. Denn klar, die jetzt eckigere Frontschürze mit den großen Lufteinlässen, die Zentralverschluss-Felgen, die breiten Radhäuser und den Heckabschluss mit den zwei mittigen Endrohren darf der GT3 mit der Touring-Option natürlich behalten. Genauso wie die modernisierten Scheinwerfer und Rückleuchten der zweiten 991-Serie. Weg ist der Carbon-Spoiler, der manchen Kunden vielleicht zu sehr nach Boxengasse aussieht. Keine Spekulation: Ohne die Aerodynamikhilfe auf dem Heckdeckel ist der GT3 eleganter und für Laien nicht unbedingt als extrascharfe (500 PS) Hardcore-Variante des Elfers zu erkennen.

Erkennungszeichen am Heck: Ein zurückhaltendes Emblem weist den GT3 mit Touring-Paket aus. Eine Limitierung gibt es nicht.

Ganz spoilerlos bleibt aber auch das Touring Paket nicht: Wie beim normalen Carrera-911 fährt der integrierte Spoiler automatisch aus und drückt den GT3 hinten auf die Bahn. Besonderheit: Das Touring-Paket trägt auf dem Spoiler eine zusätzliche Abrisskante in Wagenfarbe. Übrigens: PDK-Fans müssen sich beim Touring-Paket mit einer klassischen Sechsgang-H-Schaltung und drei Pedalen abfinden. Denn den GT3 ohne großen Spoiler gibt es ausschließlich mit manuellem Getriebe. Also exakt wie beim gleichstarken und streng limitierten (991 Exemplare) 911 R, der bei Auktionen mittlerweile nicht selten mehrere Hunderttausend Euro kostet. Sein Grundpreis lag 2016 bei rund 190.000 Euro. Das Touring-Paket gibt es dagegen ohne Aufpreis und somit ist der 911 R-Klon vergleichsweise günstig: Ab 152.460 Euro bietet Porsche die klassische Fahrmaschine an. Bestellbar ist er ab sofort. Wann die ersten GT3 mit Touring-Paket ausgeliefert werden, verrät Porsche noch nicht. Wahrscheinlich dauert es jedoch mindestens bis Ende 2017.

Interieur: Leder statt Alcantara

Nicht bestellbar: Alcantara und das Clubsport-Paket mit Überrollbügel lassen sich nicht mit dem Touring-Paket in Einklang bringen, findet Porsche.

Im Innenraum ist es ähnlich schlicht wie außen – aber Stopp! Das heißt nicht, dass es nicht sportlich zugeht. Unser Fotofahrzeug hat die optionalen Vollschalensitze mit Carbonrücken verbaut. Ergonomischer kann man kaum sitzen. Und tiefer auch nicht. Selbst im Stand ist der gefühlte Sport-Faktor im entspoilerten GT3 hoch. Dazu passt der Griff ans tastenlose GT-Lenkrad, das in Verbindung mit dem Touring-Paket leider nicht mit Alcantara bezogen werden kann. Ein kleiner Wermutstropfen. Dafür passt das schwarze Glattleder natürlich gut zu den dunklen Dekorteilen und den stoffbezogenen Sitzbahnen, die der Touring-GT3 standardmäßig an Bord hat. Farbtupfer sind dagegen nicht im Paket enthalten. Darin liegt durchaus der Reiz dieses Cockpits, denn es mutet in seiner Einfachheit sehr klassisch an. Keine Protzereien. Hier ist alles aufs Fahren ausgerichtet. Im Grunde auf eine konsequentere Weise als im 911 R, denn auf Reminiszenzen wie Pepita-Stoff wurde beim Touring Paket verzichtet.

Connectivity: Alles wie beim normalen GT3

Da es sich beim Touring-Paket um eine Ausstattungsvariante handelt, gibt es in Sachen Connectivity nicht Neues zu vermelden. Serienmäßig ist das bekannte Infotainmentsystem PCM samt Siebenzoll-Touchscreen an Bord. Dazu gibt’s die “Track Precision App”, mit der man gefahrene Rundenzeiten und Fahrdaten dokumentieren, auswerten und teilen kann.

Motor und Preis: Kein Aufschlag fürs Touring-Paket

Die Option “Touring-Paket Exterieur in Schwarz” schwärzt Seitenscheibenleisten, Endrohre und Schriftzüge.

Im Heck des GT3 Touring-Paket: Der Sahne-Motor des GT3 Facelift, der über glatte vier Liter Hubraum und 500 PS verfügt. Damit entspricht die Antriebseinheit weitgehend der des ausverkauften 911 R. Die Änderungen am Motor beschränken sich auf einen geänderten Ventiltrieb (Schlepphebel und starrer Ventiltrieb), eine neue Ölpumpe mit zentraler Öleinspeisung und eine andere Kurbelwelle. Da es das Touring-Paket nur als Handschalter gibt, ist die mechanische Quersperre Standard. Das Touring-Paket kostet keinen Aufpreis, der Basispreis bleibt somit unverändert bei 152.416 Euro.

Technische Daten: 316 km/h Topspeed

Porsche 911 GT3 Touring-Paket • Motor: Sechszylinder-Boxer • Hubraum: 3996 ccm • Leistung: 368 kW (500 PS) bei 8250 U/min • max. Drehmoment: 460 Nm • Beschleunigung: 0-100 km/h in 3,9 s • Topspeed: 316 km/h • Leergewicht: k.A. • Verbrauch: 12,9 l/100 km • Preis: ab 152.416 Euro.