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PocketDefi: Startup will mobile Defibrillatoren überall hinbringen

PocketDefi: Startup will mobile Defibrillatoren überall hinbringen


Martin Holland


Ein Defibrillator für unterwegs

(Bild: Liimtec)

Liimtec will einen handlichen Defibrillator auf den Markt bringen, den Ersthelfer immer bei sich haben können. Dann könnten sie etwa Patienten mit Kammerflimmern noch schneller helfen.

Ein österreichisches Unternehmen will mit dem PocketDefi einen Defibrillator im Taschenformat auf den Markt bringen, mit dem Ersthelfer rasch einem Herzstillstand behandeln können. Das Gerät sei mit einer Abmessung von 5 cm × 8 cm × 10 cm deutlich kleiner als herkömmliche Defibrillatoren und wiege auch nur knapp 400 Gramm.

Der mobile Defibrilator könne damit sehr leicht überall hin mitgenommen werden und wäre damit für Ärzte, Sanitäter, Bergretter oder Angehörige von Risikopatienten jederzeit griffbereit. Dank einer Kopplung an ein Smartphone könne das Gerät außerdem leicht lokalisiert werden. Ab dem 3. Oktober sollen Interessenten den PocketDefi für 700 Euro vorbestellen können.

Erste Hilfe

Defibrillatoren können durch gezielte Stromstöße verschiedene Herzrhythmusstörungen beenden, allen voran das sogenannte Kammerflimmern. Da sie in Notfällen schnell griffbereit sein müssen, werden sie in Krankenhäusern vorgehalten, aber inzwischen werden die medizinischen Geräte auch zunehmend im öffentlichen Raum installiert, damit Ersthelfer schnell eingreifen können.

Mit dem PocketDefi soll nun der nächste Schritt in der Verbreitung erreicht werden: Die mobilen Defibrillatoren sollen einfach mitgenommen werden; Ersthelfer im Besitz eines mobilen Defibrillators sollen dank der Smartphone-Kopplung schnell auffindbar sein. Das soll die Zahl der Todesfälle durch plötzlichen Herztod senken, erwarten die Entwickler.

Über Vorbesteller auf Indiegogo soll genug Geld zusammenkommen, um die Zulassung zu finanzieren, Der PocketDefi wird dabei laut Hersteller als Medizinprodukt registriert und zertifiziert. Er wird wie andere externe Defibrillatoren auch der Risikoklasse IIb (hohes Risikopotential) von Medizinprodukten unterliegen.


(mho)