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Parallels Desktop 13: Windows in der Mac-Touch-Bar

Parallels Desktop 13: Windows in der Mac-Touch-Bar


Ben Schwan


Touch-Bar-Einsatz in Parallels Desktop 13.

(Bild: Hersteller)

Parallels hat eine neue große Mac-Version seiner Virtualisierungslösung vorgestellt. Die bringt mehr Produktivität und eine volle Unterstützung für die OLED-Funktionstastenleiste des aktuellen MacBook Pro.

Der Virtualisierungsspezialist Parallels hat am Dienstag eine neue Version seiner Mac-Anwendung Parallels Desktop freigegeben. Update Nummer 13 kommt mit einer Reihe von Neuerungen, die insbesondere Besitzer des aktuellen MacBook Pro mit Touch Bar ansprechen dürfte. Letztere lässt sich nun nämlich auch unter Windows einsetzen. So hat Parallels unter anderem Schaltflächen für Office-Apps (Outlook, Excel, PowerPoint), den Aufruf des Windows-Start-Menüs sowie Funktionen wie Cortana, Task View und Taskbar in die OLED-Funktionstastenleiste integriert, wenn man dies wünscht. Die demnächst erscheinende Windows 10 People Bar soll inklusive Dock- und Spotlight-Integration unterstützt werden – Hauptkonkurrent VMware Fusion kann das noch nicht.

PiP und schnellere USB-3.0-Unterstützung

Verbesserungen gibt es auch bei Usability und Produktivität. So kann Parallels Desktop 13 den macOS-Bild-in-Bild-Modus (Picture-in-Picture, PiP) nutzen, um die Überwachung einzelner virtueller Maschinen zu erlauben. Die neue Version ist vollständig kompatibel zu macOS High Sierra, das sich aktuell in einer Betaphase befindet und vermutlich im September erscheint. Auch das Windows 10 Fall Creators Update wird unterstützt.

Unter der Haube gab es verschiedene Optimierungen. So soll der Zugriff auf Windows-Dokumente um bis zu 47 Prozent beschleunigt worden sein, USB-3.0-Geräte werden zudem schneller angebunden. Die Auflösung von Windows-Fenstern wird mittels “Dynamic Resolution” besser angepasst. Externe Thunderbolt-SSDs werden mit “fast nativer” Leistung unter Windows angesprochen.

Pro und Business Edition mit zusätzlichen Features

Parallels Desktop 13 kostet als Neukauf 80 Euro, als Update von den früheren Versionen 11 und 12 knapp 50 Euro. Die Varianten Pro Edition und Business Edition mit zusätzlichen Funktionen werden für 100 Euro im Jahr als Abo offeriert – enthalten ist darin die Hilfsanwendungssammlung Parallels Toolbox, die weitere Funktionen erhalten hat. Die Parallels Desktop 13 Pro Edition kommt nun mit Unterstützung von bis zu 32 Kernen (vCPUs) und maximal 128 GByte virtuellem RAM pro virtueller Maschine, bietet Verbesserungen bei der Netzwerkunterstützung (schneller IP-Wechsel) und verschiedene neue vorkonfigurierte VMs, darunter die Entwicklerversion von Windows sowie IE-Testumgebungen.

Die Business Edition bietet einen “einzelne Anwendungen”-Modus, der ein System auf die Verwendung bestimmter Apps beschränkt, was die Produktivität steigern soll. Zudem können Nutzer per E-Mail in eine VM eingeladen werden. Die geschäftliche Variante von Parallels Desktop 13 erscheint im Herbst.


(bsc)