/Özdemir kritisiert Festhalten an Verbrennungsmotor

Özdemir kritisiert Festhalten an Verbrennungsmotor

Cem Özdemir

Vor dem Dieselgipfel bei der Bundeskanzlerin hat Grünen-Chef Cem Özdemir kritisiert, dass die Große Koalition am Verbrennungsmotor festhalten will. Es sei längst nicht mehr die Frage, ob das emissionsfreie Auto komme, sondern wer es entwickle und baue.

Grünen-Chef Cem Özdemir hat die Verkehrspolitik der Großen Koalition und das Festhalten am Verbrennungsmotor kritisiert. “Der nächste deutsche Verkehrsminister darf sich nicht vier Jahre lang mit einer Maut beschäftigen”, sagte er beim Gillamoos-Volksfest im niederbayerischen Abensberg am Montag. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) bezeichnete er als “unfähig”.

In seiner Rede setzte Özdemir einen Akzent auf die Zukunft der Mobilität in Deutschland. “Der Verbrennungsmotor war mal eine coole Erfindung, um die Kutsche abzulösen”, so Özdemir. Jetzt sei es an der Zeit, das nächste große Ding auf die Straßen zu bringen. “Ich will dass die Zukunft der Automobilindustrie bei uns in Deutschland entwickelt wird.” Die Frage sei doch längst nicht mehr, ob das emissionsfreie Auto komme, sondern wer es entwickele und baue.

Entscheidungen gefordert

Vom Diesel-Treffen in Berlin mit Angela Merkel und mehreren Kommunen am Montag forderte er Entscheidungen. “Wer, so wie wir, Fahrverbote verhindern will, der darf sich nicht nur darauf beschränken, dass er schöne Ankündigungen macht, sondern muss heute beschließen.” Diesel-Autos müssten auf Kosten der Hersteller nachgerüstet werden. (dpa) /


(mho)