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Oracle soll Equal Pay einführen

Neun Monate nach dem US-Arbeitsministerium haben nun drei ehemalige Mitarbeiterinnen den Datenbank-Hersteller Oracle wegen ungleicher Bezahlung von Männern und Frauen verklagt.

Drei ehemalige Mitarbeiterinnen haben am 28. August in Kalifornien eine Sammelklage (PDF) gegen Oracle eingereicht, weil das Unternehmen sie vier Jahre lang schlechter entlohnt habe als männliche Kollegen mit vergleichbaren Aufgaben. Wie erst jetzt bekannt wurde, bringen die Klageführer vor, das Softwarehaus bezahle Frauen grundsätzlich schlechter als Männer; die Anwälte fordern für den vergangenen Zeitraum von vier Jahren die nachträgliche Erstattung der reklamierten Lohndifferenz plus Schadenersatz und Verzinsung.

Weil das US-Arbeitsministerium bereits im Januar wegen diskriminierender Beschäftigungspraktiken verklagt hatte, kann sich das Unternehmen nicht auf Unwissen herausreden, argumentieren die Vertreter der aktuellen Klägerinnen. Konkret war es im Januar darum gegangen, dass Oracle einigen männlichen kaukasischen Mitarbeitern höhere Löhne gezahlt hat als männlichen und weiblichen Kollegen mit identischer Job Description. Prinzipiell hieß es, dass Oracle asiatische Techniker und Software-Entwickler gegenüber Mitarbeitern anderer Herkunft vorziehe.

Allgemeiner bezieht sich die Klage aus dem Januar auf einen Unternehmens-Review im Rahmen des staatlichen Federal Contract Compliance Programms. Laut den Anwälten hat dieser Review “systematische Diskriminierung von Frauen” sowie “krasse Ungleichheiten bei der Bezahlung” aufgedeckt.

Wie das Magazin Techcrunch berichtet, wollte sich Oracle in der Angelegenheit nicht äußern. Laut Techcrunch steht wegen ähnlicher Vorwürfe übrigens auch Google in der Kritik, dazu gibt es aber nur etwas vagere Informationen.


(hps)