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Oracle-Chef träumt von autonomen Datenbanken

Oracle-Chef träumt von autonomen Datenbanken


Oliver Diedrich

Larry Ellison auf der OpenWorld 2016

Autonome Autos brauchen keinen Fahrer, autonome Datenbanken keinen Admin – so stellt sich Larry Ellison die Datenbankzukunft vor. Schon Ende des Jahres soll es in der Oracle-Cloud soweit sein.

Autonom fahrende Autos liegen wohl noch ein paar Jahre in der Zukunft, eine sich autonom selbst administrierende Oracle-Datenbank soll bereits Ende des Jahres in der Cloud verfügbar sein. Das hat Oracle-Chef Larry Ellison anlässlich der Veröffentlichung der Quartalszahlen zum ersten Quartal 2018 angekündigt.

Nähere Details will das Unternehmen auf seiner Hausmesse OpenWorld im Oktober nennen, aber Ellison ließ es sich nicht nehmen, schon mal ein paar Appetithäppchen zu präsentieren. So verspricht er eine Verfügbarkeit von 99,995 Prozent, also eine Downtime von unter einer halben Sunde pro Jahr. Dazu soll sich die Datenbank selbst im laufenden Betrieb optimieren, patchen und updaten.

Mit der autonomen Datenbank zielt Oracle auf Amazons Web-Dienste: Das AWS-Data-Warehouse Redshift könne das alles nicht, so Ellison. Zudem müsse es von Hand administriert werden, was teurer sei als der vollautomatisierte Betrieb bei Oracle. Auch beim autonomen Fahren sei ein wichtiger Treiber der Entwicklung die Erwartung von Einsparungen etwa bei Taxis, die keinen Fahrer benötigen.

Ellison erklärte, der Fokus von Oracles Cloud-Strategie habe sich geändert. Bislang hat Oracle sein Cloud-Geschäft vor allem mit dem Einkauf von Firmen wie NetSuite in Schwung gebracht. Mittlerweile gebe es kaum noch Cloud-Firmen, die für eine Übernahme in Frage kämen. Weiteres Wachstum in der Cloud müsse daher auf Eigenentwicklungen setzen.


(odi)