/OpenStack Summit Sydney: Durchatmen und Neuausrichtung

OpenStack Summit Sydney: Durchatmen und Neuausrichtung

OpenStack Summit Sydney: Durchatmen und Neuausrichtung


Udo Seidel

(Bild: OpenStack)

Auf dem OpenStack Summit in Sydney hat die Foundation Einblick in ihre Neuausrichtung gegeben. Lücken zwischen der freien Cloud und verwandter Open-Source-Software will das Projekt einfacher schließen können.

Heute endet der OpenStack Summit in Sydney. In gewisser Weise markiert die Veranstaltung eine Art Neuausrichtung. Die bereits zu Beginn von Jonathan Bryce angekündigte Integration der offenen Infrastruktur ist Teil eines Fokus-Wandels der Foundation. Sie soll dafür sorgen, dass Lücken zwischen der freien Cloud und interagierenden Werkzeugen einfacher zu schließen sind – insbesondere mit quelloffener Software. Dazu gehört auch, dass die entsprechenden Projekte eine Heimat haben, die über ein bloßes Software-Verzeichnis auf GitHub und Co. hinausgeht. Vergleiche mit der Linux Foundation oder der Apache Foundation drängen sich auf. Direkt darauf angesprochen bestätigten Jonathan Bryce und sein Team diese Ähnlichkeiten.

Diese Neuausrichtung ist in einem frühen Stadium. Es gibt noch keine Richtlinien, welche Projekte die Foundation unter ihre Fittiche nimmt und wie die Verwaltung erfolgt. Eine interne Arbeitsgruppe ist allerdings schon im Aufbau. In der Eröffnungsrede zeigte Jonathan Bryce, welche Themen Teil des neuen Fokus sind. Da ist das klassische Rechenzentrum – also die bisherige Zielgruppe von OpenStack. Hinzu kommen nun noch Container, dezentrale IT (Edge Computing) und Software-Verwaltung (CI/CD).

Neben den üblichen Verdächtigen wie Container, Projekt-Aktualisierungen und Neuentwicklungen gab es diesmal auch viele Vorträge, die sich mit dem harten Produktionsalltag von OpenStack beschäftigen. So zeigte beispielsweise Paddy Power Bet, der Vorjahresgewinner des Superuser-Preises, dass ein erheblicher Teil des Lern- und Veränderungsprozesses die Organisation der IT-Abteilung und sogar ihrer Kunden betrifft. Der Preis ging dieses Jahr hingegen an Tencent, eine der größten Technologie-Firmen in Asien. Sie ist das “T” in BAT, das die drei chinesischen Internet-Giganten beschreibt – Baidu und Alibaba sind die beiden anderen. Die Foundation gab außerdem bekannt, dass Tencent nun auch ein Mitglied mit Gold-Status ist.

Im Frühjahr 2018 findet der OpenStack Summit in Vancouver (Kanada) statt. Im Herbst fällt die Anreise für hiesige Leser kürzer aus, denn dann geht es nach Berlin.


(fo)