/Opel Grandland X, Mazda CX-5, Kia Rio: Euro NCAP Crashtest 2017 Grandland X und CX-5 top, Rio nicht immer

Opel Grandland X, Mazda CX-5, Kia Rio: Euro NCAP Crashtest 2017 Grandland X und CX-5 top, Rio nicht immer

— 06.09.2017

Grandland X und CX-5 top, Rio nicht immer

Im jüngsten Crashtest mussten elf Fahrzeuge bei Euro NCAP antreten. Das sind die Ergebnisse von Grandland X, CX-5, Rio, Fiesta, Compass, C-Klasse Cabrio, Koleos, Ampera-e und Picanto.

Fünf Sterne: Der neue Opel Grandland X hat sich aus dem Stehgreif die Traumnote geholt.

Insgesamt elf Autos mussten im aktuellen Crashtest von Euro NCAP ihre Nehmerqualitäten zeigen. Mit wenigen Ausnahmen ist das Ergebnis sehr gut. Opels brandneues SUV Grandland X zum Beispiel heimste volle fünf Sterne ein. Erwachsene fahren an Bord des kompakten Opel sehr sicher. Bis auf den versetzten Frontalaufprall zeigte kein Sensor der Dummys Stresswerte an. Bei letzterem haben die Prüfer den Schutz für den Brustbereich des Fahrers als nur befriedigend eingestuft, weil mehr Druck als erwartet aufgebaut wurde. Das Gleiche gilt für kleine Passagiere. Der ein sechs Jahre altes Kind simulierende Dummy meldete beim versetzten Front-Crash von der Rückbank hinter dem Fahrer ebenfalls nur befriedigenden Schutz für seinen Brustkorb. Ansonsten schützt der Opel die Kleinen vorbildlich. Lässt sich der Zusammenstoß mit einem Fußgänger nicht vermeiden, geht nur von den unteren Enden der A-Säulen und von der Unterkante der Scheibe Gefahr aus. Das Crashverhalten der Schnauze bekam die Bestnote. Geschwindigkeits- und Spurwarner sind an Bord des Grandland X Standard und wurden bei der Bewertung laut Euro NCAP berücksichtigt. Die Notbremse funktionierte zwar gut, ist aber Zusatzausstattung und wurde daher nicht bewertet.

Top-Wertung für den neuen Mazda CX-5

Mazdas zweite Generation des CX-5 leistet sich beim Crashtest kaum Schwächen.

Auch der neue Mazda CX-5 konnte die Prüfer überzeugen und bekam ebenfalls fünf Sterne. Weder beim Frontalaufprall noch beim als besonders heftig eingestuften seitlichen Crash mit einer Stahlstrebe bekam der Japaner relevanten Punktabzug. Dazu verfügt er über ein serienmäßiges Notbremssystem, das laut NCAP in allen Tests gut funktioniert hat. Kleine Mitfahrer sind im Mazda ebenfalls gut aufgehoben. Bis auf zwei Ausnahmen: Beim frontalen Zusammenstoß meldete der eine Kinder-Dummy Werte, die nur eine befriedigende Bewertung zuließen. Die Belastung im Halsbereich des anderen Kinder-Dummys war sogar so hoch, dass Mazda sich hier “mangelhaft” gefallen lassen muss. Beim Thema Kindersitze konnte der CX-5 zwar punkten, dafür fuhr er beim simulierten Zusammenstoß mit einem Fußgänger ein durchwachsenes Ergebnis ein. Motorhaube und Stoßstange schützen einen möglichen Unfallgegner sehr gut, die vordere Kante der Motorhaube und die unteren Enden der A-Säulen dagegen nicht. Gurtwarner und ein Geschwindigkeits-Assistent sind Standard im Mazda CX-5.

Kia Rio schneidet nicht immer spitze ab

Beim Kia Rio kommt es auf die Notbremsfunktion an.

Beim Kia Rio hängt die Bewertung stark vom Vorhandensein der automatischen Notbremsfunktion ab. Der Koreaner wurde mit und ohne Notbremse getestet und hat in der einen Variante fünf, in der anderen nur drei Sterne bekommen. Kam es zum Zusammenstoß, standen beide Varianten gut da. Erwachsene Passagiere reisen so sicher wie Kinder. Größe, Gewicht und Sitzplatz der Person im Auto spielen für den Schutz eine untergeordnete Rolle. Ähnliches galt für die simulierten Unfälle mit Fußgängern. Beide Kia Rio schlugen sich in den Euro NCAP-Tests gut. Eine Ausnahme bildeten nur die steifen unteren Enden der A-Säulen. Ihnen gaben die Prüfer die Note “mangelhaft”. Ging es dagegen um die Vermeidung von Crashs und den dadurch möglichen Schutz zum Beispiel für Fußgänger, setzte sich der Rio mit Notbremse so deutlich von seinem Bruder ohne ab, dass er es am Ende auf zwei Sterne mehr brachte.

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Ergebnisse: Fiesta, Compass, C-Klasse Cabrio, Koleos und Ampera-e

Fords Kleinwagen Fiesta und Opels Stromer Ampera-e leisteten sich in keiner Disziplin erwähnenswerte Schwächen und kamen daher auf fünf Sterne. Das gilt auch für den nagelneuen Jeep Compass. Allerdings musste sich der Amerikaner Kritik dafür gefallen lassen, dass der Dummy hinter dem Steuer beim seitlichen Pfahltest so hohe Belastung für seinen Oberkörper meldete, dass es nur für die Note ‘mangelhaft’ reichte. Auch der ein sechs Jahre altes Kind simulierende Dummy schlug Alarm. Der Schutz für seinen Brustbereich war beim Frontal-Crash nur “ausreichend”. Auch das C-Klasse Cabrio von Mercedes kam beim seitlichen Aufprall auf einen Pfahl teilweise nur auf die Note “mangelhaft”. Im Brustbereich des Fahrers und am Kopf des hinten sitzenden Kinder-Dummys war die Belastung sehr hoch. Gleiches Bild beim Heckcrash des Daimlers im Nacken der hinten sitzenden Person. Bei Renaults SUV Koleos könnte der Schutz für auf der Rückbank sitzende Kinder im Detail besser sein. Ein Dummy meldete beim Frontalaufprall ausreichende Werte für seinen Oberkörper, der andere mangelhafte Werte für seinen Nacken. Wegen ihrer ansonsten sehr guten Performance zeichnete Euro NCAP beide Autos trotzdem mit fünf Sternen aus.

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Kia Picanto leistet sich Schwächen

Kein Musterschüler: Ihren Kleinsten, den Kia Picanto, könnten die Koreaner noch einmal nachbessern.

Kias Kleinster Picanto muss sich bei dieser Ausgabe der Crashtests mit seiner Bewertung hinten anstellen. Auch er wurde mit und ohne Notbremsfunktion getestet, mit vergleichbarem Erfolg wie beim großen Bruder Rio. Das täuscht jedoch nicht darüber hinweg, dass ein erwachsener Dummy beim Frontalaufprall von der Rückbank nur ausreichende Werte für seinen Kopfbereich meldete. Und noch schwerer wiegt, dass die Belastungswerte des ein sechs Jahre altes Kind simulierenden Dummys für seinen Brustbereich beim Seitenaufprall mit “mangelhaft” bewertet wurden.