/Olympus OM-D E-M10 Mark III: Die Einsteigerkamera für smartphone-affine Nutzer im Hands-on

Olympus OM-D E-M10 Mark III: Die Einsteigerkamera für smartphone-affine Nutzer im Hands-on


(Bild: Olympus)

Die OM-D E-M10 Mark III ist die neue Einsteigerkamera von Olympus. Das neuste Modell der OM-D-Serie soll dabei kein Nachfolger der Mark II sein, sondern durch ein völlig neues Bedienkonzept Smartphone-affine Nutzer ansprechen.

Olympus OM-D E-M10 Mark III schwarz Gehäuse

Olympus OM-D E-M10 Mark III schwarz Gehäuse
ab € 649,–

Das neustes Kameramodell von Olympus ist die OM-D E-M10 Mark III. Die technischen Neuerungen des Modells sind geringfügig, die Kamera soll vor allem durch ein verändertes Bedienkonzept neue Zielgruppen erschließen. Handyfotografen und modebewusste Stadtmenschen sind die angedachten Nutzer. Besonders die Menschen, die einfach „nur schnell“ ein gutes Bild machen wollen, bei denen nichts kompliziert sein darf, die verwöhnt sind durch anwenderfreundliche Apps und Touch-Bedienung. Olympus setzt das Konzept durch ein Zusammenspiel von Moduswahlrad, Schnellwahltaste und Touchdisplay um. Stellt der Fotograf am Moduswahlrad beispielsweise die Art-Filter ein und drückt die Schnellwahltaste, dann erscheint im Display eine Leiste, in der die Filter angezeigt werden. Wird ein Filter ausgewählt, erhält der Fotograf auch gleich dessen Bildwirkung ins Motive gerechnet – und das noch bevor er den Auslöser drückt.

Ganz interessant wird es, wählt der Nutzer die Autofunktion des Moduswahlrads. Dort kann er über die Schnellwahltaste ein Menü mit Piktogrammen aufrufen, hinter denen sich Schieberegler verbergen. So stellt der Fotograf direkt auf dem Display – noch vor der Aufnahme – die Farbtemperatur, Farbsättigung, die Helligkeit oder die Tiefenschärfe ein. Auch die Abbildung von Bewegungen kann bewusst zugelassen oder eingefroren werden. Alles wird gleich im Display sichtbar und der Anwender weiß schon vor dem Auslösen, wie das Bild ungefähr wirken wird.



Mit Schiebereglern kann die Bildwirkung im Live-View direkt getestet werden.

Dahinter verbergen sich natürlich Software-Spielereien oder die elektronische Regelung von Blende und Belichtungszeit. Der Nachteil für unerfahrene Nutzer mit mangelndem fotografischen Hintergrundwissen ist, dass sie durch diese Form der Nutzung kein Gefühl für die Kamera entwickeln. Auftretende Probleme mit beispielsweise langen Belichtungszeiten, die zwar Bewegungsfluss abbilden, aber im Gegenzug ein Stativ benötigen, werden den Nutzern nicht klar. Das führt zu Frusterlebnissen.

Der Fotograf kann die Kamera auch über die klassischen manuellen Funktionen wie P, A, S, M steuern. Ob die Zielgruppe daran Interesse hat, bleibt fraglich. Was sicher gut ankommt, ist der Retro-Schick, den Olympus leicht verändert beibehalten hat und die geringe Größe, mit der das Leichtgewicht daherkommt. Die Kamera ist dabei angenehm zu handeln, alle wichtigen Einstellrädchen und Funktionstasten sind vorhanden, natürlich nur für die Anwender, die noch Lust auf herkömmliche Fotografie haben.

Zum besseren Verständnis haben wir die Kamera zielgruppenorientiert getestet und alle verfügbaren Spielereien einfach mal ausprobiert. In unseren drei Bilderstrecken finden Sie die Ergebnisse.


(cbr)