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Notebook-CPU: Erste Benchmarks des Core i5-8250U

Notebook-CPU: Erste Benchmarks des Core i5-8250U


Florian Müssig

Intel Core i-8000U “Kaby Lake Refresh”: 4 Kerne, 15 Watt

(Bild: Intel)

Wenige Tage nach der Vorstellung der achten Core-i-Generation sind erste damit bestückte Notebooks im Handel. c’t hat eines davon auf den Prüfstand gestellt.

Vor rund zwei Wochen hat Intel seine achte Generation der Core-i-Prozessoren offiziell enthüllt; bislang umfasst sie nur Vierkerner für flache Notebooks. Auf der IFA haben nun etliche Firmen damit bestückte Geräte für die kommenden Wochen angekündigt, doch sie sind nicht die ersten: Das Acer Aspire 5 AS515 ist bereits seit Ende August im Handel. c’t hat eine Ausstattungsvariante mit Core i5-8250U (A515-51G-549N) gekauft und im Labor durchgemessen.

Die wichtigste Erkenntnis: Der Prozessor kann tatsächlich seine vier Kerne voll ausfahren, obwohl ihm dafür nur 15 Watt thermisches Budget zur Verfügung stehen. In konkreten Zahlen: Im CineBench R15 schafft der Core i5-8250U 550 Punkte, der Core i5-7300HQ 520 Punkte. Letzterer ist ein Vierkerner aus der Vorgängergeneration, der mit 45 Watt das Dreifache verbraten darf.

Fairerweise muss man anmerken, dass Intel den Core i5-7300HQ gezielt ausbremst: Ihm fehlt Hyper-Threading, sodass er nur vier Threads gleichzeitig bearbeiten darf. Der Core i5-8250U hat dagegen Hyper-Threading und schafft dadurch acht Threads simultan. Im Vergleich zu einem 45-Watt-Vierkerner mit Hyper-Threading (Core i7-7700HQ: 740 Punkte) steht der Neuling schlechter da.

Man darf aber nicht vergessen, dass die Vierkerner der achten Core-i-Generation erstmals flache, leichte und vergleichsweise günstige Notebooks mit Core-i-Quad-Cores ermöglichen. Bislang war der Doppelkern Core i7-7600U die schnellste Option für solche Notebooks und dessen Performance ist viel geringer: 360 Punkte.

UHD-Grafik

Die im Prozessor integrierte Grafikeinheit hört auf den Namen UHD 620, ist aber baugleich zur bisherige HD 620. Intels Marketing-Abteilung hat den neuen Namen gewählt, um die vorhandenen Videofunktionen hervorzuheben: Die GPU unterstützt schließlich 4K-Content und den dafür verwendeten H.265-Codec, sodass das Videoabspielen mit geringer CPU-Last erfolgt.

Die 3D-Leistung der UHD 620 lag im 3DMark etwas unterhalb der Werte, die bisherige HD-620-Notebooks mit Doppelkern-Prozessor ablieferten: Wir haben im 3DMark FireStrike 912 Punkte gemessen. Ein Vergleichssystem mit Core i5-7200U schaffte 919 Punkte, eines mit Core i7-7600U 1042 Punkte. Der leichte Rückstand lässt sich dadurch erklären, dass zusätzlich zur GPU beim Core i5-8250U ja vier statt zwei CPU-Kerne im 15-Watt-Budget Platz finden müssen – die GPU hat also tendenziell weniger Spielraum für hohe Taktfrequenzen. In der Praxis hat dies keine Auswirkungen, denn für detailreiche 3D-Welten sind deutlich leistungsstärkere Zusatzgrafikchips unumgänglich.

Einen vollständigen Test des Acer Aspire 5 AS515 bringt die kommende c’t 20/17, die ab dem 16. September digital oder am Kiosk erhältlich ist.


(mue)