/Nintendo: Mario auf dem Smartphone lohnt sich noch nicht

Nintendo: Mario auf dem Smartphone lohnt sich noch nicht

Super Mario

Super Mario ist ein Zugpferd for Nintendo.

Zwar konnte der Spielekonzern Millionen Downloads im App Store generieren, doch der Gewinn daraus ist den Japanern noch nicht hoch genug.

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Nintendos “Super Mario Run” hat ein faires Geschäftsmodell: Nach dem kostenlosen Anspielen auf iPhone, iPad und Android-Gerät schaltet man alle Welten gegen die Entrichtung eines Einmalpreises frei – unter iOS sind das aktuell 11 Euro. Doch mit diesem Ansatz scheint sich nicht genug Geld verdienen zu lassen, wie Nintendo nach der Bekanntgabe seiner Geschäftszahlen in dieser Woche durchblicken ließ.

Demnach ist es dem Konzern trotz insgesamt 200 Millionen Downloads seit Dezember 2016 nicht gelungen, einen “akzeptablen Profit” zu erzielen. Dieser Punkt sei “noch nicht” erreicht, obwohl man von seinem ersten Mobiltitel “viel gelernt” habe. Nintendo hatte “Super Mario Run” zunächst exklusiv für iOS publiziert – offenbar, weil das Unternehmen auf die höhere Zahlungsbereitschaft unter iPhone- und iPad-Besitzern hoffte. Gut drei Monate später kam dann eine Android-Variante hinzu.

Spielekritiker und Expertenpublikum hatten Nintendo für das Modell der Einmalzahlung, das auf Mikrotransaktionen und/oder In-Game-Währungen verzichtet, wie man sie heute von vielen mobilen Spielen kennt, sehr gelobt. Offenbar wesentlich profitabler als “Super Mario Run” ist “Fire Emblem Heroes”, Nintendos zweiter Mobiltitel.

Hier setzt der Konzern auf einen klassischen Free-to-Play-Ansatz mit reichlich In-App-Verkäufen nach dem klassischen Muster. Der Konzern will dabei stets auf die Spieler gehört und “ständig Updates” ausgeliefert haben. “Im Endergebnis werden wir unsere Geschäftsziele erreichen, inklusive unsere Gewinnerwartungen”, so der Konzern. “Fire Emblem Heroes” ist erst seit Februar auf dem Markt.

Der nächste große Mobiltitel von Nintendo, eine Variante des “Animal Crossing”-Franchise, wird genau wie “Fire Emblem Heroes” auf ein Free-to-Play-Modell setzen. Hier kann der Spieler dann Geld in die Hand nehmen, wenn er beispielsweise In-Game-Vorgänge beschleunigen möchte. Das Spiel solle auch Nutzer ansprechen, die keine regulären Gamer sind und jeden Tag “ein bisschen Spaß” haben wollen – Nintendo setzt also wie andere Casual-Game-Anbieter auch auf den gewissen “Suchtfaktor”.

“Super Mario Run” soll aber nicht sterben – Nintendo hat mit dem Titel offenbar noch einiges vor und plant weitere Updates. Ob dazu auch eine Änderung des Geschäftsmodells gehört, wissen derzeit nur die Japaner allein.


(bsc)