/“Nicht in Ordnung”! Gerhard Schröder im Kreuzfeuer

“Nicht in Ordnung”! Gerhard Schröder im Kreuzfeuer

Angela Merkel ist empört über Schröders Pläne.
Bild: dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den geplanten Einstieg ihres Vorgängers Gerhard Schröder (SPD) beim russischen Staatskonzern Rosneft kritisiert. “Ich finde das, was Herr Schröder macht, nicht in Ordnung”, sagte die CDU-Vorsitzende am Montag in einem Interview mit “bild.de”. “Ich beabsichtige keine Posten in der Wirtschaft, wenn ich nicht mehr Bundeskanzlerin bin.”

Angela Merkel zu Schröders Rosneft-Plänen

Sie wies darauf hin, dass es sich bei Rosneft um ein Unternehmen handelt, das auf der Sanktionsliste der EU steht. Seit 2014 darf der Konzern demnach keine Spezialtechnik und Dienstleistungen zur Ölförderung aus dem EU-Ausland beziehen und ist von langfristigen Krediten ausgeschlossen. Schröder will Aufsichtsrat bei Rosneft werden.

Sabottiert Gerhard Schröder damit Schulz’ Wahlkampf?

Bereits bei Bekanntwerden von Schröders Plänen sah er sich mit massiver Kritik konfrontiert. Dem Altkanzler wurde vorgeworfen, dem Bundestagswahlkampf der SPD zu schaden und damit Angela Merkel im Gegenzug zu helfen. “Ich glaube nicht, dass ich mit dem Mandat meiner Partei schade”, sagte er der Schweizer Zeitung “Blick”. “Ich werde mich zur Wahl stellen, trotz aller Kritik, die ich für falsch halte.”

Schröder plant Verbesserung der Beziehungen zu Wladimir Putin

Schröder will mit seinen Ambitionen laut eigener Aussage die Beziehungen zu Russland und damit zu Wladimir Putin verbessern. Ansonsten “ist die Entscheidung für Rosneft eine private Entscheidung von mir”, so der Altkanzler im Interview.

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fka/sam/news.de